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Polizisten-Freispruch rechtskräftig

23.03.2021 • 23:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Beamter von versuchter Erpressung freigesprochen: Kein Beweis für schikanöse Buskontrollen.

Der Freispruch für den von Andrea Concin verteidig­ten Dorfpolizisten aus dem Bezirk Bludenz ist inzwischen rechtskräftig geworden. Denn die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat auf Rechtsmittel verzichtet. Das bestätigte am Dienstag auf Anfrage Behördensprecher Heinz Rusch.
Am vergangenen Donnerstag wurde der unbescholtene Angeklagte am Landesgericht Feldkirch in einem Schöffenprozess im Zweifel von den Vorwürfen der versuchten Erpressung unter Ausnützung einer Amtsstellung, des Amtsmissbrauchs, der gefährlichen Drohung und der versuchten Anstiftung zur falschen Zeugenaussage freigesprochen.Denn für den Schöffensenat unter dem Vorsitz von Richterin Sabrina Tagwercher ließ sich wegen der widersprüchlichen Zeugenaussagen nicht mit der für einen Schuldspruch notwendigen Sicherheit feststellen, dass der 67-jährige Gemeindepolizist tatsächlich mit schikanösen Buskontrollen ÖBB-Postbusfahrer dazu zu erpressen versucht hat, ihm kos­tenlose private Busfahrten zu gewähren.
Nach Darstellung der Anklagebehörde hat der Polizist im Jänner 2020 für eine private Busfahrt zu seiner Freundin 5,20 Euro bezahlen müssen. Dafür soll sich der 67-Jährige mit der Androhung, er werde nun Busse genau kontrollieren, weil er nicht kostenlos mitfahren habe dürfen, gerächt haben.

Zweite Anklage

Der Gemeindepolizist wurde bereits zum zweiten Mal angeklagt. 2017 musste er sich wegen Körperverletzung unter Ausnützung einer Amtsstellung und Imstichlassen eines Verletzten am Landesgericht verantworten. Ihm wurde vorgeworfen, er habe bei der Kontrolle auf der Skipiste einen Skilehrer in den Schnee gestoßen und dabei leicht verletzt und sei dann davongefahren. In der Hauptverhandlung wurde ihm eine Diversion mit einem außergerichtlichen Tatausgleich gewährt. Nach einem moderierten Konfliktgespräch zwischen dem Angeklagten und dem mutmaßlichen Opfer wurde das Verfahren 2018 eingestellt.

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