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Der Engpass bei Gratistests entspannt sich

24.03.2021 • 22:01 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Auch die Testangebote in den Apotheken sind gut besucht.                                                                  Hartinger
Auch die Testangebote in den Apotheken sind gut besucht. Hartinger

Das lange Warten auf die monatlichen Gratistests scheint vorerst ein Ende zu finden.

Es wird getestet was das Zeug hält. Vor Kurzem wurde im Land der einmillionste Test durchgeführt. In den Teststraßen und auch in den Apotheken sind mitunter die Termine knapp. Aber das Angebot wird sukzessive aufgestockt. Zudem gibt es seit Anfang März in den Apotheken pro Monat und Person fünf Gratistests. Diese waren aber in den ersten Wochen schnell vergriffen. Zudem sorgten auch verzögerte Liefertermine und kleinere Liefermengen zu Engpässen. Nicht selten mussten testwillige Menschen vertröstet werden und unverrichteter Dinge wieder abziehen.

Jürgen Rehak, Präsident der Apothekerkammer                                                                                    Hartinger
Jürgen Rehak, Präsident der Apothekerkammer Hartinger

Das hat sich nun gebessert, wie Apothekerkammer-Präsident Jürgen Rehak berichtet: „Seit dieser Woche hat sich das Blatt gewendet. Zumindest in Vorarl­berg. Das hat einerseits damit zu tun, dass fortlaufend größere Mengen geliefert werden. Andererseits tritt auch eine gewisse Monatssättigung ein.“ Es gibt mittlerweile einzelne Apotheken, die zu viele Tests haben. Diese haben die wöchentlichen Lieferungen bis April bereits storniert, so Rehak. Das betreffe eher kleinere Apotheken. Denn die Liefermengen sind für alle gleich. Der Bund macht da keine Unterschiede. Anfänglich sind 2000 pro Woche und Apotheke geplant gewesen. „Seit der dritten Woche sind es knapp 4000 Stück.“

Wien gurgelt

Warum in Wien primär auf Gurgeltests gesetzt wird, kann sich Rehak nicht erklären. „In der Gratis-Bundesverteilung sind nur die Nasenbohrer-Tests vorgesehen. Das ist für ganz Österreich einheitlich geregelt.“ Die Selbsttests unter Aufsicht an den Teststraßen oder in der Apotheke sind dieselben. „Das wird kontrolliert, ob das richtig gemacht wird. Dann sind diese Tests auch die Eintrittskarte für Gastronomiebesuche oder einen Friseurtermin.“
Es sei kein Problem, Tests zu lagern. Denn unter gewissen Voraussetzungen halten die Tests etwa zwei Jahre. „Wenn sie normal gelagert werden. Nicht zu warm und nicht zu feucht.“

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Es gibt ganz unterschiedliche Tests. Aber nur die" Nasenbohrer" gibts gratis.                        Hartinger
Es gibt ganz unterschiedliche Tests. Aber nur die" Nasenbohrer" gibts gratis. Hartinger

Generell gebe es schon Menschen, die sich in den Apotheken erkundigen, wie die Tests funktionieren. Aber das hält sich in Grenzen. „Ich habe damit gerechnet, dass da mehr kommt. Weil die Beschreibung durchaus kompliziert ist. Wenn sich jemand nicht auskennt, geben wir gerne Auskunft.“ Rehak geht davon aus, dass es nicht mehr zu derartigen Engpässen kommt wie zu Beginn der Aktion. „Es sind nun mehr Tests im Land. Und das wird auch so bleiben.

Testdisziplin

Wenn ein Antigentest positiv ist, muss ein PCR Test durchgeführt werden. Rehak ist von der Disziplin der Tester überrascht. Die von den Apotheken angebotenen Test-Termine sind auch gut besucht und teilweise ausgebucht. Vor allem ältere Personen und solche, die größere Menschen-Ansammlungen meiden, fühlen sich in den Apotheken gut aufgehoben beim Testen. „Wir machen das nur noch mit Anmeldung. Wir benutzen das Online-System des Bundes. Aber es geht auch telefonisch. Leider gibt es auf der Landesseite keine Möglichkeit, sich anzumelden. Wir hätten das gerne gehabt. Aber das Land hat abgewunken.“

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