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Anklage: Museum mutwillig beschädigt

25.03.2021 • 19:52 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Täter verbrannten teilweise das Inventar.<span class="copyright"> Polizei</span>
Die Täter verbrannten teilweise das Inventar. Polizei

Nach Vandalismus im Alamannen-Museumsdorf in Mäder – Prozess am 30. März

Im Alamannen-Museumsdorf in Mäder haben die Angeklagten nach Darstellung der Staatsanwaltschaft Anfang Dezember 2020 mit mutwilligen Zerstörungen einen Sachschaden von 6439 Euro angerichtet. Demnach sind der 18- und der 19-Jährige mit Gewalt in eines der Gebäude eingedrungen. Dort sollen sie Türen, zwei Eisenkopftöpfe und weiteres Inventar beschädigt haben.
Den beiden jungen Angeklagten wird eine weitere Sachbeschädigung zur Last gelegt. Ihnen wird vorgeworfen, sie hätten am Tag vor der Tat im Museum in Mäder eine öffentliche Toilette verstopft und so für eine Überschwemmung gesorgt.

Bis zu zwei Jahre Haft

Die zwei jungen Erwachsenen wurden wegen des Vergehens der schweren Sachbeschädigung angeklagt. Die von Richter Richard Gschwenter geleitete Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch findet am 30. März statt und wurde für eine Stunde anberaumt. Die mögliche Höchststrafe beträgt für den Fall eines Schuldspruchs zwei Jahre Gefängnis. Angeklagt wurde zusätzlich zur schweren Sachbeschädigung auch das Vergehen der versuchten Anstiftung zur falschen Zeugenaussage. Für die Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung.
Die Beschuldigten sollen in dem Freiluftmuseum eine Türe eingetreten, eine andere Türe aufgezwängt und in einem Gebäude an der Feuerstelle Inventar verbrannt haben. Das sei dem Strafantrag zu entnehmen, sagte am Donnerstag auf Anfrage Gerichtssprecher Norbert Stütler.

Alkoholisiert


Die Beschuldigten waren nach eigenen Angaben zur Tatzeit alkoholisiert. Sie sagten vor der Polizei, sie hätten sich mehrere Stunden lang in dem Museumsdorf aufgehalten. Die Tatverdächtigen konnten nach einem Hinweis aus der Bevölkerung von der Polizei rasch ausgeforscht werden.
Das Museumsdorf in Mäder erinnert an die Geschichte und Kultur der Alamannen, die im 6. Jahrhundert nach Vorarl­berg eingewandert sind und mit Brauchtum, Sprache und Mentalität die Region geprägt haben.

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