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Zwei Alkoholisierte beschädigten Museum

30.03.2021 • 20:02 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Über den Zweitangeklagten wurde eine bedingte Haftstrafe ausgesprochen.<span class="copyright"> Symbolbild/Klaus Hartinger</span>
Über den Zweitangeklagten wurde eine bedingte Haftstrafe ausgesprochen. Symbolbild/Klaus Hartinger

Geldstrafen sowie bedingte Haft für Zweitangeklagten.

Manche Straftaten könne er nachvollziehen, sagte Richter Richard Gschwenter, etwa dann, wenn jemand kein Geld habe und Lebensmittel stehle. Aber die Tat im Alamannen-Museumsdorf in Mäder sei für ihn unbegreiflich. Auch die beiden Angeklagten konnten vor Gericht nicht erklären, warum sie im Dezember 2020 in einem der Gebäude im Museum Inventar zerstört und dabei einen Sachschaden von 6400 Euro angerichtet haben. Sie seien alkoholisiert gewesen, sagten der 19- und der 18-Jährige, aber das sei auch keine ausreichende Begründung für ihr Fehlverhalten. Am Tag davor hatten die jungen Erwachsenen aus dem Bezirk Feldkirch schon eine andere Sachbeschädigung begangen. Sie haben eine öffentliche Toilette verstopft und so für eine Überschwemmung im WC gesorgt.

Zu Falschaussagen angestiftet

Strafrechtlich am schwersten wog, dass die zwei Beschuldigten Zeugen dazu anzustiften versuchten, mit Falschaussagen vor der Polizei ihre Taten mit falschen Alibis zu verschleiern. Dafür sieht das Strafgesetzbuch bis zu drei Jahre Gefängnis vor. Der Schuldspruch bei der Hauptverhandlung am Dienstag am Landesgericht Feldkirch erfolgte wegen versuchter Bestimmung zur falschen Beweisaussage und schwerer Sachbeschädigung. Dafür wurde der unbescholtene, 19-jährige Erst­angeklagte mit dem Monatseinkommen von 1600 Euro zu einer teilbedingten Geldstrafe von 7680 Euro (320 Tagessätze zu je 24 Euro) verurteilt.
Davon beträgt der unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Teil 3840 Euro.

Haftstrafe für Zweitangeklagten

Über den vierfach vorbestraften, arbeitslosen und 18 Jahre alten Zweitangeklagten wurde eine bedingte, nicht zu verbüßende Haftstrafe von vier Monaten und eine unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Geldstrafe von 1280 Euro (320 Tagessätze zu je 4 Euro) verhängt.
Dem Verein, der das Museumsdorf betreibt, müssen die beiden Angeklagten als Schadenersatz noch 5000 Euro zukommen lassen. Die Urteile, mit denen die Angeklagten einverstanden waren, sind nicht rechtskräftig.

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