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Kein gezielter Schuss auf zwei Ex-Nachbarn

01.04.2021 • 19:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Dem Angeklagten wurde ein milderes Urteil zuteil. <span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Dem Angeklagten wurde ein milderes Urteil zuteil. Symbolbild/Hartinger

Schuss mit Luftdruckrevolver: Schuldspruch wegen versuchter Sachbeschädigung.

Mit seinem Luftdruckrevolver gab der geständige Angeklagte im August 2020 aus zehn Metern Entfernung auf ein Mehrparteienhaus in Bregenz einen Schuss ab. Dabei hat er nach eigenen Angaben auf ein Fenster der Wohnung eines Paares gezielt, auf das er wegen mehrerer Konflikte wütend war.

Mit dem Schuss aus seiner Waffe habe er jedoch seine ehemaligen Nachbarn weder verletzen noch bedrohen wollen, sagte der 44-Jährige vor Gericht. Ihm sei es nur darum gegangen, etwas zu beschädigen. Bei dem Vorfall entstand jedoch kein Sachschaden.

Verstoß gegen Waffengesetz.

Richter Thomas Wallnöfer glaubte dem Angeklagten und sprach ihn nur wegen versuchter Sachbeschädigung schuldig. Angeklagt war eine gefährliche Drohung. Weil der derzeit Krankengeld beziehende Mann trotz des über ihn verhängten Waffenverbots zwei Luftdruckrevolver und ein Messer besessen hat, beinhaltete der Schuldspruch auch Vergehen nach dem Waffengesetz.

Dafür wurde der mit einer Vorstrafe wegen einer Körperverletzung belastete Angeklagte am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch zu einer teilbedingten Geldstrafe von 900 Euro (180 Tagessätze zu je 5 Euro) verurteilt. Davon beträgt der unbedingt zu bezahlende Teil 450 Euro. Die anderen 450 Euro wurden für eine Probezeit von drei Jahren bedingt nachgesehen.

Mildernde Umstände

Das milde Urteil, mit dem der Angeklagte einverstanden war, ist nicht rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe wäre ein Jahr Gefängnis gewesen.

Mildernd gewertet wurden das reumütige Geständnis, die Alkoholisierung von 1,06 Promille und das vorbildliche Verhalten nach der Tat. Denn der einstige Obdachlose hat sich wegen seiner Abhängigkeit von Alkohol und Medikamenten inzwischen einer stationären Entzugstherapie unterzogen.

Der 43-jährige Zeuge sagte, er habe nicht den Eindruck gehabt, dass der Angeklagte gezielt auf Menschen schießen wollte.