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Gemeinnützige Arbeit statt Geldstrafe

03.04.2021 • 15:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Nachdem der 17-Jährige das ihm auferlegte Bußgeld nicht gezahlt hatte, muss er nun gemeinnützige Arbeit leisten. <span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Nachdem der 17-Jährige das ihm auferlegte Bußgeld nicht gezahlt hatte, muss er nun gemeinnützige Arbeit leisten. Symbolbild/Hartinger

17-Jähriger blieb nach Einbruchsversuch Geldbuße schuldig und erhielt Diversion.

Der Angeklagte hat seine Chance nicht genützt, mit einer Diversion einer drohenden Verurteilung und somit einer Vorstrafe zu entkommen. Dennoch erhielt der 17-Jährige vor Gericht ausnahmsweise mit einer neuerlichen Diversion eine zweite Chance.

Für das angeklagte Vergehen des versuchten Einbruchsdiebstahls wurde dem unbescholtenen Erstangeklagten bei der ersten Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch im September 2020 mit einer innerhalb von sechs Monaten zu bezahlenden Geldbuße von 600 Euro eine Diversion gewährt. Aber der damalige Lehrling hat dem Gericht das Geld nicht überwiesen. Daraufhin wurde die Hauptverhandlung nun fortgesetzt.

Diversion statt Geldstrafe

Dabei entschloss sich Richter Richard Gschwenter wiederum zu einer diversionellen Erledigung. Wenn der Angeklagte innerhalb von vier Monaten 40 Stunden kostenlos gemeinnützige Arbeit leistet, soll das Strafverfahren gegen ihn eingestellt werden.

Der Angeklagte und Staatsanwältin Daniela Forster waren damit einverstanden. Verteidiger Sascha Lumper bat mit Erfolg darum, seinem Mandanten nunmehr Sozialstunden aufzutragen. Der Rechtsanwalt sagte, der Angeklagte habe die Geldbuße nicht bezahlen können, weil er inzwischen seine Lehrstelle verloren und arbeitslos geworden sei. Allerdings habe der 17-Jährige aber in der Zwischenzeit mit 600 Euro Schadenswiedergutmachung beim Opfer geleistet.

Vorgeschichte

Im Strafantrag der Staatsanwaltschaft wurde dem Erstangeklagten und dem 18-jährigen Zweitangeklagten vorgeworfen, sie hätten im Februar 2020 bei einem Kiosk im Bezirk Bregenz mit einem Spitzhammer eine Scheibe einzuschlagen versucht und so einen versuchten Einbruchsdiebstahl begangen.

Der 18-jährige Zweitangeklagte hatte in der Vergangenheit schon Diversionen erhalten und wurde daher bei der Verhandlung im September 2020 zu einer Geldstrafe von 600 Euro (150 Tagessätze zu je 4 Euro) verurteilt.