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250.000 Euro für digitale Projekte

06.04.2021 • 20:01 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Klein- und Mittelbetriebe sowie Startups sind aufgerufen, ihre Projekte einzureichen.<span class="copyright"> Shutterstock</span>
Klein- und Mittelbetriebe sowie Startups sind aufgerufen, ihre Projekte einzureichen. Shutterstock

Land will Klein- und Mittelbetriebe sowie Start-ups unterstützen.

Das Land Vorarlberg will die Weiterentwicklung im Bereich der Digitalisierung forcieren und sucht im Rahmen eines sogenannten Innovation Call die besten Innovationsprojekte heimischer Klein- und Mittelbetriebe sowie Start-ups. Einreichungen sind im Zeitraum 12. April bis 21. Mai 2021 möglich. Für die Umsetzung der von einer Fachjury ermittelten Siegerprojekte stellt die Landesregierung ein Förderbudget von 250.000 Euro zur Verfügung.

Wettbewerbsfähigkeit stärken. Laut Landeshauptmann Markus Wallner geht es neben der Pandemiebekämpfung darum, „wieder in den Aufschwung zu kommen, damit Vorarlbergs Wirtschaft möglichst bald wieder an die Position der Stärke anschließen kann, in der sie von der Covid-Pandemie getroffen wurde“. Innovationskraft sei ein wesentlicher Faktor für langfristige Wettbewerbsfähigkeit, nachhaltiges Wachstum und Beschäftigung. Das gelte insbesondere für den Bereich der Digitalisierung. Deshalb werde auch mit dem ersten Innovation Call der Fokus auf dieses Thema gerichtet, so Wallner.

Landesrat Marco Tittler. <span class="copyright">Hartinger</span>
Landesrat Marco Tittler. Hartinger

Mut machen

Mit den Förderungen soll den Unternehmen Mut gemacht werden, erklärte Landesrat Marco Tittler im Pressefoyer nach der Regierungssitzung. Er verwies auf die vielfältigen Initiativen und Impulse, die im Bereich der Digitalisierung gesetzt werden, um die heimische Wirtschaft bei ihren Maßnahmen zur Transformation zu unterstützen. Als Beispiele nannte er die Weiterentwicklung der Digital Factory und den Ausbau des Digitalen Campus sowie die heuer eingeführte eCommerce-Förderung für regionale Kleinunternehmen. „Um auch zukünftig als moderner Wirtschaftsstandort Schritt halten zu können, ist es entscheidend, die Weiterentwicklung im Bereich der Digitalisierung weiterhin zu forcieren“, betonte Tittler.

Bauunternehmer Hubert Rhomberg gehört der Jury an.<span class="copyright"> neue archiv</span>
Bauunternehmer Hubert Rhomberg gehört der Jury an. neue archiv

Die Anforderungen sind überschaubar: Der Projektstart muss spätestens drei Monate nach der Einreichung erfolgen und die Laufzeit darf längstens zwölf Monate betragen. Eingereicht werden können Projekte mit einem Volumen bis zu 200.000 Euro. Es winkt als Förderung ein Zuschuss von maximal 50 Prozent der Projektkosten (interne Personalkosten, Drittkosten, Sach- und Materialkosten) mit einer Obergrenze von 25.000 Euro. Die Auswahl trifft eine Fachjury in einem zweistufigen Wettbewerbsverfahren (Vorrunde und Projektpitch). Diese Entscheidung soll Anfang Juni 2021 fallen. Dem Preisgericht gehören unter anderem Regine Kadgien, Studiengangsleiterin Informatik an der FH Vorarlberg, Startupland-Mitinitiator Thomas Gabriel und Bau-Unternehmer Hubert Rhomberg an.

Entwicklerin Katerina Sedlackova. <span class="copyright">VLK/Serra</span>
Entwicklerin Katerina Sedlackova. VLK/Serra

Beispiel einer innovativen Idee

Ein Beispiel eines innovativen Start-ups ist WaibroSports. Das von Katerina Sed­lackova gegründete Unternehmen mit Sitz in Graz hat einen am Oberkörper getragenen Kommunikationsgurt entwickelt, der Blinden und Sehbehinderten das selbstständige und unabhängige Laufen auf Sportlaufbahnen ermöglichen soll. Das Projekt hat einen funktionstüchtigen Prototyp hervorgebracht und soll nun zur Marktreife weiterentwickelt werden. Die Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (Wisto) unterstützte die Unternehmerin bei der ­Kontaktvermittlung zu Förderstellen.