Lokal

Messer ins Gesäß und Schläge gegen Hoden

09.04.2021 • 20:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Prozess am Landesgericht Feldkirch.<span class="copyright"> hartinger</span>
Prozess am Landesgericht Feldkirch. hartinger

Psychotischer 24-Jähriger in Psychiatrie eingewiesen.

In eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen wurde am Freitag am Landesgericht Feldkirch ein 24-jähriger Syrer. Das Urteil des Schöffensenats ist rechtskräftig. Das bedeutet, dass der als psychisch krank eingestufte Asylant vorläufig weiterhin in der psychiatrischen Abteilung des Landeskrankenhauses Rankweil bleiben muss.
Der dreifach Vorbestrafte war nach den gerichtlichen Feststellungen bei den von ihm begangenen Straftaten wegen seiner manisch-depressiven Erkrankung zurechnungsunfähig und ist wegen seiner Aggressionen gefährlich.

Klappmesser

Im Dezember 2020 hat der dreifach Vorbestrafte laut Urteil in Wien einem vermeintlichen Schuldner ein Klappmesser fünf Zentimeter tief in die rechte Gesäßhälfte gestochen. Die Wunde musste im Krankenhaus genäht werden. Die Tat wurde als versuchte schwere Körperverletzung gewertet.
Wenige Tage später ist der über keinen Führerschein verfügende Bauarbeiter nach Ansicht der Richter mit einem Auto ohne Kennzeichen im Bezirk Bregenz der Polizei mit phasenweise mehr als 100 Stundenkilometern und unter Missachtung roter Ampeln davongefahren. Nachdem der Pkw gegen eine Werbetafel gekracht war, konnte der Fahrer festgenommen werden. Der 24-Jährige hat sich, so das Gericht, gegen seine Festnahme gewehrt und einem Polizisten mit Faustschlägen eine Hodenquetschung zugefügt. Zudem hat der Verhaftete Morddrohungen gegen Polizisten ausgestoßen. Wäre er zurechnungsfähig gewesen, wäre der junge Mann dazu wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt, schwerer Körperverletzung und gefährlicher Drohung zu verurteilen gewesen.

Kokainkonsum

Gerichtspsychiater Reinhard Haller sagte, die manisch-depressive Erkrankung sei wohl durch den Konsum von Kokain ausgelöst worden. Die medizinische Behandlung sei noch nicht so weit fortgeschritten, dass von einem Zwangsaufenthalt in der Psychiatrie abgesehen werden könne.