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Online-Glücksspieler fordert Geld zurück

16.04.2021 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der junge Mann aus dem Bezirk Feldkirch hat bei Glücksspielen im Internet 19.800 Euro verloren.<br>Sein verspieltes Geld soll ihm nun der ausländische Anbieter zurückzahlen. <span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Der junge Mann aus dem Bezirk Feldkirch hat bei Glücksspielen im Internet 19.800 Euro verloren.
Sein verspieltes Geld soll ihm nun der ausländische Anbieter zurückzahlen. Symbolbild/Hartinger

Kläger verlor 19.800 Euro und sagt, Internetpoker sei illegal angeboten worden.

Der 23-Jährige will keine Verantwortung für die Folgen seines unbesonnenen Verhaltens übernehmen. Der junge Mann aus dem Bezirk Feldkirch hat bei Glücksspielen im Internet 19.800 Euro verloren.

Sein verspieltes Geld soll ihm nun der ausländische Anbieter zurückzahlen, auf dessen Homepage er online jahrelang ohne Erfolg an Pokerturnieren und Automatenspielen teilgenommen hat.

Illegales Glücksspiel

Der Kläger hat gute Chancen, dass er den anhängigen Zivilprozess am Landesgericht Feldkirch gewinnt und das verspielte Geld zurückerhält. Darauf deuten bereits ergangene Urteile in ähnlichen Prozessen in Österreich hin, mit denen Glücksspieler für ihre Verluste entschädigt wurden.

Der Tiroler Anwalt des Vorarlberger Facharbeiters argumentiert damit, dass die Internetglücksspiele in Österreich illegal seien. Denn der beklagte Anbieter mit Sitz in Gibraltar verfüge über keine Glücksspielkonzession in Österreich. Trotzdem seien die Spiele auch österreichischen Spielern angeboten worden. Er habe erst nach dem Ende seiner Glücksspieltätigkeit erfahren, dass die Spiele in Öster­reich gar nicht zulässig gewesen wären und er seine finanziellen Verluste zurückfordern kann. Das sagte der Kläger bei der Verhandlung am Freitag während seiner Befragung.

19.800 Euro Verlust

Zwischen 2016 und 2019 habe er auf sein Konto der Glücksspielhomepage 23.179 Euro eingezahlt, um an den verschiedenen Spielen teilnehmen zu können. Dabei habe er nur 3379 Euro gewonnen und ausbezahlt erhalten. Den entstandenen Verlust von 19.800 Euro hat er eingeklagt.

Zivilrichterin Marlene Ender hat am Freitag nach der Tagsatzung die Verhandlung für geschlossen erklärt. Ihr Urteil wird schriftlich ergehen. Der 23-Jährige führt derzeit am Landesgericht noch einen weiteren Zivilprozess, in dem er die Rückzahlung von Online-Glücksspielverlusten verlangt. Beklagt in dem Verfahren ist ein Unternehmen, das im Internet vorwiegend Sportwetten anbietet.

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