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Pilotprojekt: Impfungen in Praxen starten

16.04.2021 • 18:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Kommende Woche wird in fünf Ordinationen des Landes geimpft.

Das Impftempo im Land ist auf einem stabilen Kurs. Wie bereits allseits bekannt, steht und fällt eine rasche Durchimpfung mit der Liefermenge der Impfdosen. „Da gibt es eine erfreuliche Nachricht. Von der Sonderlieferung von Biontech/Pfizer kommen 40.000 zusätzliche Dosen nach Vorarl­berg“, sagt Landeshauptmann Markus Wallner. Die erste Teilmenge, 4400 Dosen, wird bereits für den 26. April erwartet. Insgesamt bekommt Österreich eine Million Impfdosen zusätzlich.

Pilot

Kommende Woche startet nun auch ein Pilotprojekt in fünf Ordinationen. Die beteilig­ten Praxen befinden sich in den Talschaften Lech, Klostertal, Montafon, Bregenzerwald und im Leiblachtal. So kann einigen Impfwilligen die längere Anfahrt in die Impfstraßen erspart werden. Die ersten Impfungen sind ab nächster Woche möglich. Pro Praxis sind 100 Impfungen geplant. Auch das Impfen in den Ordinationen wird über das Vormerksystem des Landes abgewickelt.

„Eine Ausrollung auf alle Ordinationen ist aber erst geplant, wenn ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht und der Zeitfaktor der Impfungen nicht mehr so entscheidend ist wie derzeit“, sagte Burkhard Walla, Vizepräsident der Vorarl­berger Ärztekammer. Aktuell haben mehr als 24 Prozent aller Impfberechtigten zumindest die erste Schutzimpfung erhalten. neun Prozent (30.000 Personen) verfügen bereits über die nötige Zweitimmunisierung.

Am Ende der Phase 2

„Wir sind laut Impfplan am Ende der Phase 2. Diese soll bis Ende April abgeschlossen sein. Alle Personen, die über 65 Jahre alt sind, zählen dazu. Auch Lehrer und Sozialarbeiter sind in dieser Phase dabei“, erläutert Landesrätin Martina Rüscher. Wichtig sei nun auch, dass sich die über 50-Jährigen anmelden. Denn durch die zusätzlichen Impfdosen könne es in den kommenden Wochen schneller vorangehen als ursprünglich geplant.

Impfpass ante portas

Der 1. Juli steht als mögliches Datum für die Einführung eines europäischen Impfpasses im Raum. „Auf österreichischer Ebene wäre ein noch früherer Termin ideal. Das wäre eine zusätzliche Motivation, sich impfen zu lassen“, betont der Landeshauptmann.