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Nach Böllerwurf Drohung mit Pistole

21.04.2021 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Böller unterm Auto verursachte einen Schaden von 2200 Euro. <span class="copyright">apa/Symbolbild</span>
Der Böller unterm Auto verursachte einen Schaden von 2200 Euro. apa/Symbolbild

19-Jähriger bedrohte Verfolger mit Schreckschusspistole.

Der 19-Jährige warf nach den gerichtlichen Feststellungen Ende Jänner aus seinem Auto Böller unter einen anderen Pkw. Die Feuerwerkskörper explodierten unter dem Fahrzeug. Der davon betroffene Autolenker fuhr dem in seinem Wagen flüchtenden Böllerwerfer nach. Der Verfolger bremste den Flüchtenden aus und wollte ihn zusammen mit seinem Mitfahrer zur Rede stellen.

Pistole im Handschuhfach

Als die beiden Männer dazu in einer Gemeinde im Bezirk Feldkirch an die Scheibe des Autos klopften, holte der angeklagte Fahrer nach Darstellung der Staatsanwaltschaft Feldkirch aus dem Handschuhfach eine Schreckschusspistole. Mit der Waffe zielte er, so der Vorwurf im Strafantrag, auf die Männer vor dem Fahrzeug. Die Bedrohten brachten sich daraufhin in Sicherheit. Der junge Erwachsene wurde wegen des Vergehens der Nötigung angeklagt.

Verantwortung übernommen

Bei der Hauptverhandlung am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch übernahm der Angeklagte letztendlich doch Verantwortung für sein Fehlverhalten. Deswegen gewährte Richter Richard Gschwenter dem unbescholtenen 19-Jährigen eine Diversion. Wenn der Angeklagte dem Gericht als Geldbuße 400 Euro bezahlt, wird das Strafverfahren gegen ihn eingestellt werden. Damit würde ihm eine Vorstrafe erspart bleiben. Die mögliche Höchststrafe für Nötigung beträgt ein Jahr Gefängnis.

Der Angeklagte gab vor Gericht zu Protokoll, er habe mit der Schreckschusspistole aber nicht auf die beiden Männer gezielt, sondern nur mit der Waffe in der Hand gestikuliert, in die Richtung der Opfer.

Genötigt gefühlt

Verteidiger Dieter Klien sagte zu Beginn des Strafprozesses, sein Mandant habe sich genötigt gefühlt, weil die Verfolger ihn ausgebremst hätten. Er habe gemeint, sich mit der Waffe verteidigen zu müssen. Für den Böllerwurf werde der 19-Jährige verwaltungsrechtlich zur Verantwortung gezogen. Er müsse mit 2200 Euro den durch den Feuerwerkskörper entstandenen Schaden am anderen Auto bezahlen.

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