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SMO-Reha unter neuer Führung

27.04.2021 • 19:18 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Führungswechsel beim Rehabilitations-Anbieter SMO-Reha. <span class="copyright">SMO-REHA</span>
Führungswechsel beim Rehabilitations-Anbieter SMO-Reha. SMO-REHA

Peter Girardi und Elisabeth Schäfer geben die Geschäftsführung an Raphael Girardi ab.

Bei der auf Rehabilitation im Bereich der Neurogeriatrie spezialisierten SMO-Reha GmbH ist es nach vielen Jahren zu einem Wechsel an der operativen Führungsspitze gekommen. Denn die beiden langjährigen Geschäftsführer Peter Girardi (Jg. 1956) und Elisa­beth Schäfer (Jg. 1963) haben sich kürzlich aus dieser Funktion zurückgezogen. Zum neuen und alleinigen Geschäftsführer ist in weiterer Folge Raphael Girardi (Jg. 1990) bestellt worden.

Generationswechsel

Raphael Girardi ist der Sohn von Firmengründer Peter Girardi und arbeitet seit mehr als vier Jahren bei SMO. Er gehört als Geschäftsführer zu einem vierköpfigen Führungsteam, das unter anderem auch die Bereiche Finanzen und Personal abdeckt. Wie Peter Girardi erklärte, sei dieser Schritt als Generationswechsel zu sehen.

„Nach 35 Jahren möchte ich nicht mehr im operativen Tagesgeschäft tätig sein. Ich bin glücklich darüber, dass ich diese Aufgaben in jüngere Hände geben kann.“ Er werde im Unternehmen jedoch auch noch in den kommenden Jahren etwa in den Bereichen Konzeption und Strategie mitarbeiten.

Zudem bleibe er weiterhin 50-Prozent-Miteigentümer der SMO-Reha GmbH. Die anderen 50 Prozent hält seit 2018 wie berichtet die Stiftung Liebenau. Die zweite Geschäftsführerin Elisabeth Schäfer werde unterdessen heuer aus dem Unternehmen ausscheiden. Sie arbeite seit rund 35 Jahren bei SMO, sagte Girardi.

Raphael Girardi tritt als Geschäftsführer in die Fußstapfen seines Vaters Peter. <span class="copyright">SMO-Reha</span>
Raphael Girardi tritt als Geschäftsführer in die Fußstapfen seines Vaters Peter. SMO-Reha

Neurogeriatrie als Kerngebiet

Der Schwerpunkt von SMO-Reha liegt in der Rehabilitationsbetreuung im Bereich der Neurogeriatrie. Dabei geht es um die Behandlung von neurologischen Erkrankungen insbesondere bei älteren Menschen, wie sie etwa durch einen Schlaganfall, durch die Parkinson-Krankheit oder durch Multiple Sklerose ausgelöst werden können.

Pro Jahr werden bei SMO rund 2000 Patienten behandelt. „Drei Viertel von ihnen sind über 65 Jahre alt“, so Girardi. Er verweist auf die zunehmende Bedeutung der Behandlung und Betreuung dieser Bevölkerungsgruppe. „Derzeit sind in Vorarlberg etwa 70.000 Menschen über 65 Jahre alt. In zehn Jahren werden es an die 90.000 sein.“ Das Ziel der Rehabilitation sei stets, dass die Patienten so lange wie möglich ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben führen können, ohne auf externe Betreuung oder Pflege angewiesen zu sein.

70 Mitarbeiter an vier Standorten

Der Gesundheitsdienstleister SMO-Reha betreibt in Vorarlberg vier Standorte, konkret in Bregenz, Dornbirn, Feldkirch und Bürs. Insgesamt werden etwa 70 Mitarbeiter beschäftigt, von denen rund 50 Mitarbeiter direkt im therapeutischen Bereich arbeiten.

Die vier Ambulatorien sind gemäß Vorarlberger Spitalsgesetz spitalsrechtlich genehmigt. Deshalb gibt es stets eine Doppelführung. Die kaufmännische Leitung hat Raphael Girardi inne, die ärztliche Leitung liegt bei Philipp Werner.

Der Firmenhauptsitz von SMO-Reha befindet sich seit dem Frühjahr 2020 im ehemaligen Sanatorium Mehrerau in Bregenz. In dem gleichen Gebäude ist auch das „Hospiz am See“ angesiedelt.

(WPA)

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