Lokal

Vater drohte Sohn mehrfach mit Mord

07.05.2021 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Weil er Verantwortung für sein Fehlverhalten übernahm und unbescholten ist, wurde dem Angeklagten beim Strafprozessmit Zustimmung der Staatsanwältin eine Diversion gewährt. <span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Weil er Verantwortung für sein Fehlverhalten übernahm und unbescholten ist, wurde dem Angeklagten beim Strafprozessmit Zustimmung der Staatsanwältin eine Diversion gewährt. Symbolbild/Hartinger

38-Jähriger bedrohte 15-jährigen Sohn und kam mit diversioneller Geldbuße davon.

Der Umgangston des Angeklagten mit dem eigenen Sohn sei bedenklich, inhaltlich und von der Lautstärke her, sagte Richterin Sabrina Tagwercher. Der geständige Österreicher türkischer Abstammung schreckte nicht einmal vor Morddrohungen gegen den 15-Jährigen zurück.

Reumütig vor Gericht

Der Angeklagte räumte vor Gericht ein, dass er ein Aggressionsproblem habe. Der 38-Jährige versprach, dass er sich deswegen behandeln lassen werde. Reumütig gab der Angestellte zu, dass man mit seinem Sohn nicht so spricht, wie er das zuletzt getan hat. Er beteuerte, er würde ihm aber nie etwas antun. Schließlich sei der Jugendliche ja sein Sohn.

Weil er Verantwortung für sein Fehlverhalten übernahm und unbescholten ist, wurde dem Angeklagten beim Strafprozess am Landesgericht Feldkirch mit Zustimmung der Staatsanwältin eine Diversion gewährt.

Wenn er innerhalb von zwei Wochen dem Gericht als Geldbuße 1200 Euro bezahlt, wird das Strafverfahren eingestellt werden. Damit würde ihm eine drohende Verurteilung wegen gefährlicher Drohung und versuchter Nötigung und damit eine Vorstrafe erspart bleiben.

Gefährliche Drohung

Per WhatsApp hatte der in der Schweiz wohnhafte Österreicher seinem in Vorarlberg lebenden Sohn mehrfach damit gedroht, ihn zu schlagen und ihn sogar umzubringen. Der Angeklagte schrieb dem Jungen außerdem, er werde dessen Stiefvater windelweich prügeln.

Auch seinen Sohn werde er windelweich prügeln, kündigte der 38-Jährige an, dann nämlich, wenn der 15-Jährige keine Lehrstelle suche. Und er werde ihn schlagen, wenn der Sohn ihm die Telefonnummer seiner Lehrerin nicht gebe.

Der 15-Jährige will seit den Drohungen keinen Kontakt mehr zu seinem Vater haben. Opferanwältin Andrea Höfle-Stenech empfahl dem Angeklagten, sich in einem Brief bei seinem Sohn für sein Fehlverhalten zu entschuldigen. Sie bot ihm an, einen Entschuldigungsbrief an den Jugendlichen weiterzuleiten.