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81 kg Marihuana in Drogenhaus erzeugt

12.05.2021 • 19:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Drei Häuser wurden eigens für die Produktin angemietet.  <span class="copyright">LPD, Archivbild</span>
Drei Häuser wurden eigens für die Produktin angemietet. LPD, Archivbild

Lustenauer Hausmieter wollen damit nichts zu tun haben.

Eine Vorarlberger Dealer­bande hat nach den gerichtlichen Feststellungen in drei eigens dafür angemieteten Häusern in Dornbirn, Lustenau und Nüziders mit großen Indoorplantagen in den Kellern 152 Kilogramm Marihuana im Wert von 1,5 Millionen Euro erzeugt. Davon wurden nach Ansicht der Richter 147 Kilogramm verkauft. Dafür wurden im Februar am Landesgericht Feldkirch die beiden mutmaßlichen Bandenchefs (nicht rechtskräftig) wegen Suchtgifthandels zu neun und achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Noch kein Urteil

Im Haus in Lustenau wurden nach Überzeugung der Richter 81 Kilogramm Marihuana angebaut. Dafür mitverantwortlich sind nach Darstellung der Staatsanwaltschaft die beiden Mieter des Hauses. Im Schöffenprozess gegen das Liebespaar erging am Mittwoch am Landesgericht noch kein Urteil. Die Verhandlung wurde zur Befragung von Zeugen vertagt.

Nicht bei der Ernte mitgeholfen

Die angeklagten Mieter sagten, sie hätten mit den Drogengeschäften nichts zu tun. Dem unbescholtenen 29-Jährigen wird zur Last gelegt, er habe sich die monatliche Hausmiete von 2000 Euro von den zwei mutmaßlichen Bandenchefs bezahlen lassen und bei fünf Ernten von insgesamt 81 Kilogramm Marihuana in der Kellerplantage mitgeholfen.

Der angeklagte Türke bestreitet, ein Erntehelfer gewesen zu sein. Ihm sei gesagt worden, im Hauskeller werde nur legales CBD-Hanft angebaut. Zugegeben hat der Erstangeklagte den Konsum von Marihuana. Das Cannabis habe er aber, anders als von ihm vor der Polizei angegeben, nicht vom Kellerboden aufgeklaubt.

Von nichts gewusst

Seiner unbescholtenen, 28-jährigen Lebensgefährtin wird vorgeworfen, auch sie habe den Mietvertrag im Wissen um den Drogenanbau im Keller unterschrieben. Und sie habe daran mitgewirkt, dass keine Fremden den Keller betreten. Die Zweitangeklagte sagte vor Gericht, sie habe von der Cannabisplantage nichts gewusst und den Keller nie betreten. Ihr Verteidiger Florin Reiterer beantragte einen Freispruch.