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Zwei Jahre Haft für rückfälligen Dieb

19.05.2021 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Junger Mann beging erneut zahlreiche Diebstähle und Betrügereien. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Junger Mann beging erneut zahlreiche Diebstähle und Betrügereien. Klaus Hartinger

Nach Haftentlassung beging Vorbestrafter neuerlich Betrügereien.

Wegen gewerbsmäßigen Diebstahls und gewerbsmäßigen Betrugs wurde der mit sieben einschlägigen Vorstrafen belastete 24-Jährige am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt. Hinzu kommen neun Monate und sieben Tage Haft aus zwei offenen Vorstrafen. Damit beträgt die Gesamtstrafe zwei Jahre und sieben Tage Gefängnis. Das Urteil, das der von Martin Fiel verteidigte Untersuchungshäftling und Staatsanwältin Melanie Wörle akzeptierten, ist bereits rechtskräftig.

Falsche Kontonummer

Zwischen 2019 und 2021 hat der geständige Unterländer kurz nach seiner jüngsten Haftentlassung erneut zahlreiche Diebstähle und Betrügereien begangen. So hat er Smartphones, Bekleidung, Zigaretten und Lebensmittel gestohlen. Und er hat fremde Waren umgetauscht und versucht, sich mit einer falschen Kontonummer Gelder aus der Mindestsicherung zu erschleichen.

Vorbestrafter Arbeitsloser

Der angerichtete Gesamtschaden machte weniger als 5000 Euro aus. Damit wäre die mögliche Höchststrafe sechs Monate Haft gewesen. Der einschlägig vorbestrafte Arbeitslose hat die vielen Taten nach Ansicht von Richter Richard Gschwenter aber gewerbsmäßig verübt. So erhöhte sich der Strafrahmen auf bis zu drei Jahre Gefängnis.

Zudem hat der Rückfalltäter schon einschlägige Haftstrafen verbüßt. Somit lagen die Rückfallvoraussetzungen vor, die die Strafdrohung auf bis zu viereinhalb Jahre Haft ansteigen ließen. Früher konnten Strafrichter den Paragrafen 39 des Strafgesetzbuches anwenden, der eine Strafverschärfung für rückfällige Ex-Häftlinge vorsieht, mittlerweile müssen sie das tun.

Würde lieber Freisprüche fällen

Es mache ihm keine Freude, jemanden zu verurteilen, merkte Richter Gschwenter an. Er würde lieber Freisprüche fällen. Aber er müsse das Gesetz anwenden.
Der Angeklagte erklärte seine neuerlichen Straftaten auch so: 2019 sei ihm sein Handy gestohlen worden. Daraufhin habe er in einer Postfiliale ein Smartphone geklaut.

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