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Alte Sägenhallen werden reaktiviert

28.05.2021 • 20:03 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Als Projektleiterin wird sich Bettina Steindl um die inhaltliche Entwicklung der Räumlichkeiten kümmern.<br><span class="copyright">Verein CampusVäre/F. Sams</span>
Als Projektleiterin wird sich Bettina Steindl um die inhaltliche Entwicklung der Räumlichkeiten kümmern.
Verein CampusVäre/F. Sams

CampusVäre wird sich um Entwicklung des Areals Campus V kümmern.

Was einst als eine der größten Buntwebereien Österreichs galt, soll in den kommenden Jahren zu einem Ort der Innovation, Kreativwirtschaft und aktiven Gestaltung werden. Am Standort der FH Vorarlberg und der Postgarage entsteht mit der CampusVäre ein Verein, der das Quartier als neues Zentrum für Innovation, Bildung, Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung, Digitalisierung, Technologie und Kultur in Vorarlberg positionieren soll. Die Präsentation ging am Freitagmorgen an Ort und Stelle über die Bühne.

„Ziel ist es, ein lebendiges Quartier für Chancenvielfalt zu schaffen. Die Hallen und das Areal sollen Meter für Meter entwickelt und inhaltlich kuratiert werden“, erklärte Bettina Steindl, Projektleiterin der CampusVäre, die Ziele des Vereins.

Verein CampusVäre/F. Sams
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Tag der offenen Tür

Die CampusVäre soll von ihrer Dynamik, der ständigen Veränderung und Weiterentwicklung leben. Gemeinsam mit Partnern will man auf aktuelle Bedürfnisse eingehen, sodass ein Ort der Begegnung und Innovation entstehen kann. Dabei sollen auch Konzepte und Ideen, die in den vergangenen Jahren in Beteiligungsprozessen und Expertenrunden mit Wirtschaft, Industrie, Kreativschaffenden, Kunst- und Kulturinstitutionen, Unternehmen und der Bevölkerung erarbeitet wurden, in die Umsetzung eingebracht werden.

Bereits im Juni zieht der Verein CampusVäre selbst in die Räumlichkeiten ein und kümmert sich um das operative Geschäft vor Ort sowie um die Weiterentwicklung und Vernetzung. Mit Führungen und einem Tag der offenen Tür sollen die Hallen und der Standort der Öffentlichkeit und Experten zugänglich gemacht werden. Auch erste Veranstaltungsformate sind bereits geplant.

Verein CampusVäre/F. Sams
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Neue Veranstaltungsformate

In Kooperation mit dem Bodensee Vorarlberg Tourismus findet der Auftakt der diesjährigen Veranstaltungsreihe „Kulturpicknick“ am Areal statt. Im Sommer wird eine Ausstellung unter anderem dort zu sehen sein. „No Border, No Nation“ wurde von der Vorarlberger Künstlerin Andrea Salzmann für das Europäische Forum Alpbach 2020 entwickelt und als Auftragsarbeit umgesetzt. Geplant ist auch ein regelmäßiges Mittagessen mit Experten aus der Kreativwirtschaft, ein „Creative Lunch“, bei dem Vernetzung forciert und Bedürfnisse abgefragt und erhoben werden sollen.

„Unser Ziel ist es, möglichst viele Synergien herzustellen und im Idealfall Partner aus unterschiedlichen Bereichen zu vereinen. Weitere Projekte sind im Entstehen, wir freuen uns über Ideen und Anregungen“, sagt Steindl.

Verein CampusVäre/F. Sams
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Entwicklung des Campus V

Die Revitalisierung der ehemaligen Sägenhallen und des Quartiers beiderseits der Dornbirner Ach erfolgt in Kooperationen zu Institutionen wie der FH Vorarlberg, Wisto, Postgarage oder zu Netzwerken wie dem designforum Vorarlberg oder Startupland sowie zu Unternehmen und Initiativen aus der Innovations- und Digitalszene.

Bis in die 1970er-Jahre zählten die ehemaligen Sägenhallen mit ihrem Websaal zu einer der größten Buntwebereien Österreichs. Um die Jahrtausendwende kaufte die Stadt Dornbirn das große Fabrikgelände des Textilunternehmens F.M. Hämmerle und stellte das Gebäude für die Stadtentwicklung zur Verfügung. Die insgesamt 12.000 Quadratmeter werden bereits zum Teil genutzt. Derzeit befinden sich etwa das Hochwasserschutzprojekt „Rhesi“ sowie Lager- und Produktionsstätten in den Räumlichkeiten. Die Stadt Dornbirn hat sich ganz bewusst gegen einen Abriss der Räumlichkeiten entschieden.

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