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Gefängnis: Unternehmer veruntreute 81.000 Euro

04.06.2021 • 19:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Schöffensenat hat den 38-Jährigen wegen Veruntreuung, Anstiftung zur Untreue, gewerbsmäßigen Diebstahls und Betrugs zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. <span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Der Schöffensenat hat den 38-Jährigen wegen Veruntreuung, Anstiftung zur Untreue, gewerbsmäßigen Diebstahls und Betrugs zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Symbolbild/Hartinger

18 Monate Haftstrafe: Unternehmer kassierte Vorauszahlungen, lieferte Ware jedoch nicht.

Streng bestraft hat der neue Strafrichter des Landesgerichts in seiner ersten Feldkircher Hauptverhandlung am Freitag den Angeklagten. Der Schöffensenat unter dem Vorsitz von Richter Dietmar Nußbaumer, der vom Landesgericht Korneuburg in Niederösterreich nach Vorarl­berg übersiedelt ist, hat den unbescholtenen und großteils geständigen 38-Jährigen wegen Veruntreuung, Anstiftung zur Untreue, gewerbsmäßigen Diebstahls und Betrugs zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt.

Davon beträgt der unbedingte, zu verbüßende Teil sechs Haftmonate. Zwölf Monate wurden für eine Probezeit von drei Jahren auf Bewährung bedingt nachgesehen. Der Straftäter muss Bewährungshilfe in Anspruch nehmen. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe wäre drei Jahre Gefängnis gewesen. Vor der Urteilsverkündung hatte der Staatsanwalt mit einer bedingten Haftstrafe und einer unbedingten Geldstrafe gerechnet.

Veruntreuung und weitere Delikte

Der verschuldete Wiener Unternehmer hat im Oktober 2019 als Vorauszahlung von einem Kunden 81.000 Euro kassiert, aber der Vorarlberger Firma die bestellten Waren nicht geliefert. Zudem hat der 38-Jährige nach den gerichtlichen Feststellungen einem Mitarbeiter des Vorarlberger Unternehmens als verbotene Provision 3000 Euro bezahlt.

Des Weiteren hat der Angeklagte Ladendiebstähle begangen und die Rechnung in einem Lokal nicht bezahlt. Freigesprochen wurde er von der angeklagten Veruntreuung einer angeblich 10.000 Euro teuren Armbanduhr. Weil das Gericht es für möglich hielt, dass ein Wiener Gastronom dem Angeklagten die vielleicht auch noch gefälschte Uhr geschenkt hat.

Der Angeklagte befindet sich seit drei Monaten in Untersuchungshaft. Richter Nußbaumer sagte, der Ersttäter werde nicht nach der Hälfte der verbüßten Freiheitsstrafe aus dem Gefängnis entlassen, sondern erst nach zwei Dritteln, also nach vier Monaten.