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Wohlgenannt: Millionenschwere Erweiterungen

08.06.2021 • 20:09 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Durch die Erweiterung werden sich die verfügbaren Nutzflächen des Firmenstammsitzes mit über 10.000 zusätzlichen Quadratmetern mehr als verdoppeln. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Durch die Erweiterung werden sich die verfügbaren Nutzflächen des Firmenstammsitzes mit über 10.000 zusätzlichen Quadratmetern mehr als verdoppeln. Klaus Hartinger

Am Firmenstammsitz in Dornbirn wird mehr als 20 Millionen Euro investiert.

Der Fahrzeugbauer und Maschinenverleiher Otto Wohlgenannt GmbH steht vor der größten Investition in seiner fast 100-jährigen Firmengeschichte. Das Unternehmen plant eine deutliche Erweiterung des Firmenstammsitzes in Dornbirn-Wallenmahd.

Die ersten Vorarbeiten haben vor wenigen Wochen begonnen. Die tatsächlichen Bauarbeiten für den Neubau von zwei Gebäuden mit Produktions- und Büroflächen, die direkt an den Bestand anschließen, sollen noch im Juni starten.

20 Millionen Euro-Investition

„Wir möchten den Erweiterungsbau bis Anfang 2024 fertigstellen und in Betrieb nehmen“, so der geschäftsführende Gesellschafter Otto Wohlgenannt.
Durch die Erweiterung inklusive einer Tiefgarage mit 112 Stellplätzen werden sich die verfügbaren Nutzflächen in Dornbirn mit über 10.000 zusätzlichen Quadratmeter mehr als verdoppeln. „Wir können damit unsere Betriebsabläufe verbessern und ausweiten.“ Das Inves­titionsvolumen belaufe sich auf mehr als 20 Millionen Euro.

Die Erweiterung bringe auch eine Reorganisation der Betriebsabläufe mit sich, sagt Wohlgenannt. Denn nach Fertigstellung soll etwa der gesamte Reparaturbereich im Neubau angesiedelt sein. Die bisherigen Hallen werden dann für den Fahrzeug-Neubau verwendet. Im Zuge dessen werde auch der Reparaturbereich vom zweiten Standort in Götzis nach Dornbirn verlegt. In Götzis verbleibt dann ebenfalls noch der Fahrzeug-Neubau.

Visualisierung des geplanten Erweiterungsbaus bei Otto Wohlgenannt in Dornbirn. <span class="copyright">Architekturbüro Meinhard Rhomberg</span>
Visualisierung des geplanten Erweiterungsbaus bei Otto Wohlgenannt in Dornbirn. Architekturbüro Meinhard Rhomberg

Eigene Lehrwerkstätte und neue Arbeitsplätze

Gleichzeitig bekomme die Lehrlingsausbildung ein eigenes Stockwerk zur Verfügung gestellt. Dort befinde sich dann die Lehrwerkstätte für die rund 35 Lehrlinge. Zudem gebe es im zentralen neuen Hauptgebäude mit fünf Obergeschossen einen Veranstaltungssaal für betriebsinterne Anlässe wie etwa Schulungen. Der Raum bietet genug Platz für rund 300 Personen.

Im Zuge der Erweiterung soll auch der Personalstand wachsen. Gegenwärtig beschäftigt Wohlgenannt am Stammsitz in Dornbirn, dem zweiten Werk in Götzis sowie einer Reparatur- und Serviceniederlassung in Thaur (Tirol) rund 135 Mitarbeiter. „Wir rechnen mit bis zu 25 neuen Arbeitsplätzen vor allem im technischen Bereich.“ Dabei gehe es unter anderem um Fahrzeugbau-Techniker.

Historie

Die Firma Otto Wohlgenannt ist auf den Neubau und die Reparatur von Nutzfahrzeugen spezialisiert. Es gibt einen Branchenschwerpunkt im Bereich Bau- und Baunebengewerbe. Dazu kommen Recyclingfirmen und Transportunternehmen. Zudem ist Wohlgenannt seit Jahren im Verleih von Baumaschinen und Geräten tätig. Das Unternehmen kam zuletzt auf einen Jahresumsatz von rund 30 Millionen Euro. Der Hauptmarkt liegt in Vorarlberg.

Das Tätigkeitsgebiet erstreckt sich bis nach Tirol und im Baumaschinenbereich bis ins Bundesland Salzburg. Zudem ist Wohlgenannt auch in der Schweiz sehr aktiv. Das 1927 gegründete Unternehmen wird in dritter Generation von Otto Wohlgenannt geführt. Mittlerweile ist mit dessen Sohn und Geschäftsführer Martin Wohlgenannt schon die vierte Generation im Familienunternehmen tätig.

(wpa)