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Rheintalpaletten plant Ausbau von Firmensitz

09.06.2021 • 19:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
„Wir werden unser operatives Geschäft am Stammsitz konzentrieren“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Hubert Kräutler. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
„Wir werden unser operatives Geschäft am Stammsitz konzentrieren“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter Hubert Kräutler. Klaus Hartinger

Das Palettenunternehmen erweitert seinen Firmensitz um 1,4 Millionen Euro.

Die Kräutler GmbH, besser bekannt unter ihrem Markenauftritt „Rheintalpaletten“, beabsichtigt eine Erweiterung ihres Firmenstammsitzes in Altach. Der Grund dafür liegt nach Angaben des geschäftsführenden Gesellschafters Hubert Kräutler darin, dass ein angemieteter zweiter Standort in Altach in naher Zukunft aufgelassen werden muss. „Deshalb werden wir unser operatives Geschäft am Stammsitz konzentrieren. Dafür muss dieser jedoch ausgebaut werden“, erklärte Kräutler auf wpa-Anfrage.

Millionen-Investition

Konkret soll ein rund 600 Quadratmeter großes bestehendes Flugdach baulich geschlossen werden. In dem dadurch entstehenden Gebäudeteil sollen dann zusätzliche Produktionsflächen entstehen. Um die wegfallenden überdachten Lagerflächen im Außenbereich zu kompensieren, sei an anderer Stelle ein neues Flugdach vorgesehen, wodurch rund 1200 Quadratmeter überdachte Lagerflächen im Freibereich geschaffen werden.

Das Investitionsvolumen beziffert Kräutler mit rund 1,4 Millionen Euro. Nach Abschluss des Bauverfahrens rechnet er mit dem Baubeginn im zweiten Halbjahr 2021 und der Fertigstellung bis zum Frühjahr 2022.

40.000 Europaletten pro Monat

Bei „Rheintalpaletten“ sind rund 20 Mitarbeiter beschäftigt. Das Hauptgeschäft des Unternehmens ist die Reparatur von Europaletten aus Holz. Dazu kommen der Handel mit Neu- und Sonderpaletten sowie die Herstellung von Sonderverpackungen wie Holzkisten und Verschlägen.
Pro Monat repariert Kräutler bis zu 40.000 Europaletten. An die 4500 neue Paletten werden zudem pro Woche verkauft.

Einer der Top-Paletten-Umsetzer

Bei einem Jahresumsatz von etwa 7,5 Millionen Euro ist das Unternehmen insbesondere mit Kunden aus der Getränke- und Lebensmittelbranche im Geschäft. Diese befinden sich hauptsächlich in Vorarlberg, aber auch im Schweizer Rheintal und in Liechtenstein. Nach eigener Einschätzung ist „Rheintalpaletten“ einer der größten Paletten-Umsetzer in Öster­reich. Die Kräutler GmbH wurde 2012 gegründet.

Hoher Recyclinganteil

Hubert Kräutler betrachtet die Tätigkeit von „Rheintalpaletten“ auch als einen Beitrag zur Ressourcenschonung. Denn eine Europalette bestehe aus 78 Nägeln, elf Brettern und neun Klötzen. Bei einer Reparatur werden im Schnitt drei bis vier Teile ausgetauscht und die Palette danach wieder in Verkehr gebracht.
Die ausgetauschten Teile kommen gemeinsam mit nicht mehr reparaturfähigen Europaletten oder bestimmten Einwegpaletten zu einem Partnerbetrieb.

Dort werden die Holzreste geschreddert und danach als Hackschnitzel zur Energieerzeugung verwendet. Die herausgefilterten Nägel werden als Altmetall an ein Recyclingunternehmen geliefert. „Das Recyclingprogramm umfasst mehr oder weniger 99,9 Prozent der Bestandteile einer Palette“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter den hohen Recyclinganteil.

(wpa)