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Rappenlochbrücke: Fertigstellung Herbst 2022

24.06.2021 • 08:50 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Derzeit wird ein Durchfluss für die Ebniter Ache frei gelegt. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Derzeit wird ein Durchfluss für die Ebniter Ache frei gelegt. Klaus Hartinger

Bau der Rappenlochbrücke beschlossen. Grüne orten Befangenheit im Gesamtprojekt.


Die Notverbindung über den Staufensee ins Ebnit ist auf Dauer eine Zumutung – insbesondere für die Anrainer. Vor über einem Jahr musste die Pionierbrücke über das Rappenloch wegen eines erneuten Felssturzes abgerissen werden. Die Straßenmeisterei baute den Weg um den Staufensee aus, seit dem gelangen Bewohner sowie Besucher über besagte Notverbindung ins Bergdorf.

In der jüngsten Stadtvertretersitzung am Dienstag wurde schließlich der Bau der neuen Rappenlochbrücke beschlossen. Das stellt zumindest in Aussicht, dass die Straßenverbindung ins Walserdorf im September 2022 stehen sollte.

Busverbindung

Für Tiefbaureferent und Vizebürgermeister Markus Fäßler hat es höchste Priorität, dass die Brücke nun endlich errichtet wird. Auch aus dem Grund, dass das Naturjuwel Rappenloch-Staufensee-Alploch wieder verkehrsfrei wird. „Mit der Brücke kann dann auch die Busverbindung wieder im einstündigen Takt geführt werden, was für Bewohner, Gastronomie und die touristischen Angebote im Ebnit wichtig ist“, betont Fäßler.

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Stadt Dornbirn

65 Meter lang

Die neue Brücke wird an der derselben Stelle errichtet wie die alte. Das ist laut Fäßler die einfachste, kürzeste und kostengünstigste Variante. Es sei auch die Variante mit dem geringsten Eingriff in die Natur. Allerdings wird die neue Stahlbetonbrucke mit 65 Metern länger sein als die alte. Mit 4,5 Metern Fahrbahnbreite soll auch eine gefahrlose Begegnung von Mountainbiker und LKW-Verkehr möglich sein. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 4.350.000 Euro.

Grüne stimmen dagegen


Die Vertreter der Günen haben dem Beschluss nicht zugestimmt. Sie hatten bereits die Sprengarbeiten und auch das Graben der Durchflusssektion durch den Bergsturz von 2011 abgelehnt. Der Grund: „Das Projekt wurde von einem städtischen Mitarbeiter betreut, der zugleich Eigentümer des Kleinkraftwerks am Fuß der Staumauer ist. Er war daher befangen. Das haben wir mehrfach in Gremien zur Sprache gebracht. Dennoch ist die gleiche Person bis heute mit dem Projekt befasst“, lautet die Kritik von Julian Alton. Der Prozess sei von Anbeginn an falsch gelaufen.

Zu teuer für die Grünen

Auch mit der Vergabe der Brückenarchitektur an Marte.Marte sind die Grünen nicht einverstanden. Sie hatten sich für einen Wettbewerb ausgesprochen. Darüber hinaus favorisieren sie eine einspurige Brücke und lehnen die Verbreiterung und die Mehrkosten daher ab. Die Alternative einer Stahlbrücke sei nur flüchtig geprüft worden, meint Alton. Obschon die Kosten dafür von Technikern auf etwa 2,5 bis 2,8 Millionen geschätzt worden seien.

Höheres Geländer

Dem Abänderungsantrag der Neos bezüglich der Geländerhöhe der neuen Brücke wurde in der Sitzung stattgegeben. Von 110 wird das Geländer nun auf 135 Zentimeter erhöht, um die Absturzsicherheit zu erhöhen.


Noch im Sommer soll mit den Vorbereitungen für die Brückenlager begonnen werden.

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