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Pfanner modernisiert Hauptsitz

30.06.2021 • 19:53 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Pfanner investiert weiter in den Firmenstammsitz in Lauterach.
Pfanner investiert weiter in den Firmenstammsitz in Lauterach.

Fruchtsafthersteller investiert drei Millionen Euro in die Aufstockung des Produktionsgebäudes in Lauterach.


Der Getränkehersteller Pfanner arbeitet weiter an der Modernisierung und Erneuerung seines Firmenstammsitzes in Lauterach. Als neuestes Projekt beabsichtigt der Fruchtsaft- und Eisteehersteller jetzt die Aufstockung des bestehenden Produktionsgebäudes um ein Stockwerk mit rund 1600 Quadratmetern Nutzfläche. Dort soll dann ein Lager für Hilfsstoffe in Betrieb genommen werden. Gleichzeitig sollen im Dachgeschoss des Produktionsgebäudes auch die Weinkellerei sowie die Manufaktur untergebracht werden.

Zwischenschritt

Peter Pfanner, Vorstand der Pfanner Holding AG, erklärte im wpa-Gespräch, dass diese baulichen Maßnahmen in Zusammenhang mit dem über Jahre laufenden Masterplan zur Modernisierung des Hauptsitzes gesehen werden müssen. „Im Kern geht es darum, dass wir die alte Bausubstanz nach und nach schleifen und dann neue und moderne Gebäude errichten wollen.“ Die jetzt geplante Aufstockung des Produktionsgebäudes diene zusammen mit anderen internen Maßnahmen als Zwischenschritt. Denn diese Erweiterung erlaube nach der Fertigstellung das Außerdienststellen von zwei jetzt noch genutzten alten Gebäuden auf dem Areal, die danach nicht mehr benötigt werden.

Peter Pfanner, Vorstand der Pfanner Holding AG. <span class="copyright">hartinger</span>
Peter Pfanner, Vorstand der Pfanner Holding AG. hartinger

Investitionen.

Gegenwärtig laufen die Behördenverfahren. Mit den Bauarbeiten soll bestenfalls im Herbst 2021 begonnen werden. Die Fertigstellung sei für den Sommer 2022 geplant, so Pfanner. Die Übersiedlung und Umorganisation der betrieblichen Abläufe dürfte dann bis zum Herbst 2022 abgeschlossen sein. Das Investitionsvolumen beziffert Peter Pfanner mit rund drei Millionen Euro. Danach werde man voraussichtlich im Jahr 2023 die beiden alten Gebäude auf dem Areal abreißen, um dort zukünftig einen kompletten Neubau errichten zu können.

Pfanner Fruchsaft. <span class="copyright">WPA</span>
Pfanner Fruchsaft. WPA

Umsatzplus von vier Prozent.

Im Geschäftsjahr 2020 erzielte Pfanner wie berichtet einen Umsatz von 302 Millionen Euro, ein Plus von 2,4 Prozent. Im ersten Halbjahr 2021 konnte der Getränkehersteller den Umsatz um etwa vier Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres steigern. „Die Monate Mai und Juni waren überraschenderweise sehr stark“, so Pfanner. Die Produktion laufe gegenwärtig unter Vollauslas­tung. Der Pfanner-Vorstand erklärt die Entwicklung unter anderem damit, dass Pfanner „in vielen Ländern viele unterschiedliche Kunden mit vielen Produkten“ versorge. „Dadurch können wir Rückgänge in einem Bereich oder Land anderswo leichter wieder kompensieren.“ Sollte es im Herbst zu keiner erneuten Verschärfung der Pandemiebekämpfung kommen, so rechnet Peter Pfanner mit der Fortführung der gegenwärtigen Geschäftsentwicklung auch im zweiten Halbjahr 2021. Als große Unsicherheit bezeichnet er vor allem die Preisexplosionen und die Engpässe in manchen Bereichen. Das Familienunternehmen unterhält Produktionsstätten in Österreich, Deutschland, Italien und der Ukraine. Insgesamt werden rund 1000 Mitarbeiter beschäftigt, davon nicht ganz die Hälfte im Inland.

Das Pfanner-Portfolio umfasst neben Fruchtsäften, Eistees und Teegetränke auch Fruchtpürees, Fruchtsaft- und Beerenkonzentrate sowie Weine und Edelbrände.

Günther Bitschnau/wpa