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Photinus strahlt immer heller

30.06.2021 • 11:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Photinus wurde 2013 nach der Insolvenz von EPS soltec gegründet, wobei die Assets herausgekauft wurden. Mehrheitseigentümer ist Martin Keßler. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Photinus wurde 2013 nach der Insolvenz von EPS soltec gegründet, wobei die Assets herausgekauft wurden. Mehrheitseigentümer ist Martin Keßler. Klaus Hartinger

Im Vorjahr gab es ein Umsatzplus von 27 Prozent und 4000 ausgelieferte Leuchten.

Der Solarleuchtenhersteller Photinus GmbH & Co KG hat im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von rund vier Millionen Euro erzielt. Das ist ein Plus von 27 Prozent gegenüber 2019, wie der geschäftsführende Gesellschafter Martin Keßler im wpa-Gespräch erklärte. Im Berichtszeitraum seien etwa 4000 Leuchten ausgeliefert worden. Auch für das Geschäftsjahr 2021 rechnet Keßler mit einer entsprechenden Wachstumsentwicklung. „Der Markt für Solarleuchten ist zwar klein. Allerdings wächst er in Europa stetig. Wir können dabei viel Volumen von den Zuwächsen abschöpfen.“

Internationale Referenzprojekte

Die Zeit der Pandemiebekämpfung sei zwar auch für Photinus nicht leicht gewesen. Allerdings profitiere das Unternehmen von einer immer größer werdenden Anzahl an internationalen Referenzprojekten. Ein Beispiel davon ist ein Radschnellweg in Hessen (D), an dem bis 2023 rund 600 Solarleuchten von Photinus aufgestellt werden.
Ebenfalls profitiere man von der strategischen Entscheidung, nur qualitativ hochwertige Leuchten für ein breites Anwendungsspektrum auf den Markt zu bringen. Das werde nicht zuletzt dadurch verdeutlicht, dass das Unternehmen seine Leuchten auch nach Norwegen und Schweden verkaufe. „Und das sind bekanntlich keine Länder mit ganzjährig ausgesprochen starker Sonneneinstrahlung. Aber auch dort funktionieren die Leuchten problemlos.“

Zusammenbau in Alberschwende

Photinus verkauft seine Produkte über rund 200 Partner in Europa, im Mittleren Osten, in Neuseeland sowie in Australien. Dazu gehören unter anderem Energieversorger. In Österreich zählt das Unternehmen drei Vertriebspartner. Zu den Kunden gehören vor allem Kommunen, Institutionen und Firmen. Entwicklung, Design und der finale Zusammenbau (Assembling) der Solarleuchten sowie die Qualitätskontrolle erfolgen in Alberschwende.
Die für die Leuchten notwendigen Komponenten wie PV-Module, Energiespeicher sowie Elektronik und Masten werden nach eigenen Vorgaben bei Partnerbetrieben in Auftrag gegeben und zugekauft.

Engagement auch in Vorarlberg

Zukünftig möchte das Unternehmen mit zwölf Mitarbeitern auch verstärkt in Vorarlberg tätig werden. „Wir haben uns bewusst dazu entschieden, zuerst im Ausland zu wachsen und dort Erfahrung zu sammeln. Wenn wir jetzt in Vorarlberg aktiv werden, dann können wir auf unzählige Referenzprojekte verweisen, die zu 100 Prozent über viele Jahre hinweg funktionieren.“ Der Heimmarkt soll vom gelernten Elektrotechniker Günther Ernst bearbeitet werden.

Photinus wurde 2013 nach der Insolvenz von EPS soltec gegründet, wobei die Assets herausgekauft wurden.
Mehrheitseigentümer des Unternehmens ist Martin Keßler. Weitere Anteile hält der Vorarl­berger Unternehmer Claus Steurer über diverse Zwischengesellschaften.

Günther Bitschnau/WPA

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