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Unterländer raste mit 140 km/h durchs Ortsgebiet

08.07.2021 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Pkw-Lenker verfügte zur Tatzeit über keinen Führerschein und umfuhr von der Polizei aufgestellte Sperren. <span class="copyright">Symbolfoto APA</span>
Der Pkw-Lenker verfügte zur Tatzeit über keinen Führerschein und umfuhr von der Polizei aufgestellte Sperren. Symbolfoto APA

Verurteilt: 21-Jähriger ohne Führerschein lieferte sich Verfolgungsjagd mit Polizei.

Mit bis zu 140 km/h sei der Autofahrer im Februar durch Hard und Gaißau gerast, sagte Richter Dietmar Nußbaumer. Der 21-jährige Angeklagte habe bei der gefährlichen Verfolgungsjagd mit der Polizei Glück gehabt, dass dabei niemand verletzt oder sogar getötet worden sei.

Urteil

Dafür wurde der geständige Unterländer am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt und Gefährdung der körperlichen Sicherheit schuldig gesprochen. Der mit zwei Vorstrafen belastete Handwerker mit dem Monatseinkommen von 1600 Euro wurde zu einer bedingten, nicht zu verbüßenden Haftstrafe von neun Monaten und einer unbedingten, dem Gericht zu bezahlenden Geldstrafe von 1350 Euro (90 Tagessätze zu je 15 Euro) verurteilt. Hinzu kommen 240 Euro aus einer offenen Vorstrafe. Damit hat der junge Mann dem Gericht insgesamt 1590 Euro zu überweisen.

Kein Führerschein

Das Urteil ist nicht rechtskräftig, obwohl der Angeklagte und Staatsanwalt Johannes Hartmann damit einverstanden waren. Denn der Angeklagte ist ohne Anwalt im Gerichtssaal erschienen und erhält damit automatisch drei Tage Bedenkzeit. Die mögliche Höchststrafe wäre drei Jahre Gefängnis gewesen. Die verhängte kombinierte Strafe entspricht zehn Monaten Haft.
Der Pkw-Lenker verfügte zur Tatzeit über keinen Führerschein und umfuhr von der Polizei aufgestellte Sperren. Er fuhr nach den gerichtlichen Feststellungen auf eine Polizistin zu und wich erst aus, als die Beamtin ihm ihre Dienstwaffe entgegenhielt.

Bewährungshilfe

Er wisse nicht, warum er der Polizei davongerast sei, verantwortete sich der Angeklagte. Er muss weiterhin Bewährungshilfe in Anspruch nehmen. Richter Nußbaumer fragte ihn am Ende der Verhandlung, ob er das Urteil verstanden habe. Der Angeklagte antwortete, er habe eine Geldstrafe erhalten. Und eine bedingte Haftstrafe mit einer dreijährigen Bewährungszeit, ergänzte der Strafrichter.

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