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Acht Jahre Haft nach erneuter Vergewaltigung

30.07.2021 • 20:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Über den 50-jährigen  wurde am Innsbrucker Oberlandesgericht (OLG) eine Haftstrafe von acht Jahren verhängt. Damit wurde die vom Landesgericht Feldkirch in erster Instanz ausgesprochene Strafe bestätigt. <span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Über den 50-jährigen wurde am Innsbrucker Oberlandesgericht (OLG) eine Haftstrafe von acht Jahren verhängt. Damit wurde die vom Landesgericht Feldkirch in erster Instanz ausgesprochene Strafe bestätigt. Symbolbild/Hartinger

50-Jähriger zum zweiten Mal wegen Vergewaltigung rechtskräftig verurteilt.

Wegen Vergewaltigung wurde der einschlägig Vorbestrafte erneut zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Über den 50-jährigen Untersuchungshäftling wurde am Innsbrucker Oberlandesgericht (OLG) eine Haftstrafe von acht Jahren verhängt. Damit wurde die vom Landesgericht Feldkirch im September 2020 in erster Instanz ausgesprochene Strafe bestätigt. Der Strafberufung des Angeklagten wurde keine Folge gegeben. Das teilte auf Anfrage OLG-Sprecher Wigbert Zimmermann mit. Der Strafrahmen für Vergewaltigung beträgt zwei bis zehn Jahre Gefängnis; die Mindeststrafe wurde verdoppelt. Der Schuldspruch des Feldkircher Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richter Martin Mitteregger wurde bereits im Mai rechtskräftig. Der Oberste Gerichtshof (OGH) in Wien hat die Nichtigkeitsbeschwerde des Angeklagten zurückgewiesen.

Autostopperin mitgenommen

Was nach Überzeugung der Richter geschehen ist: Der Angeklagte ließ am 8. März 2020 nachts in Rorschach eine ihm unbekannte Autostopperin mitfahren, die sich nach einem Streit mit ihrem Gatten angetrunken hat. In einer Diskothek in Bregenz spendierte er der 30-Jährigen Getränke. Danach sagte er auf einem Parkplatz in Fußach zu ihr, sie müsse diese jetzt abarbeiten und ihm sexuell zu Diensten sein. Im Auto versuchte er, sie zum Oralverkehr an ihm zu zwingen. Er zerrte sie aus dem Pkw ins Freie, schlug und trat und vergewaltigte die mit drei Promille Alkohol im Blut auf dem Boden liegende Frau. Anschließend ließ der Beschuldigte das Opfer liegen und fuhr davon.

Unglaubwürdig

Der Angeklagte sagte, er sei nicht schuldig, und beantragte einen Freispruch. Seine Version war für die Richter allerdings unglaubwürdig. Der Südosteuropäer gab an, die Frau habe ihm auf dem Parkplatz im Auto 130 Euro gestohlen. Im Gerangel um das Geld seien ihre Strumpfhose und Unterhose gerissen. In seiner Wut habe er die Gelddiebin aus seinem Auto gestoßen und sei weggefahren.
Die Strafe fiel auch deshalb streng aus, weil der Familienvater zuvor schon einmal wegen Vergewaltigung bestraft worden war. In der Schweiz wurde er 2006 zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Nach den gerichtlichen Feststellungen hat der Ausländer zwei Frauen vergewaltigt. Demnach fügte er einer Frau 1997 bei der Vergewaltigung Knochenbrüche im Gesicht zu. 2002 verging er sich, so das Schweizer Urteil, an einer betrunkenen Frau.

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