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Heißläufer attackierte Schaffner und Polizisten

31.07.2021 • 09:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Einen Polizisten und einen Zugschaffner hat der 20-Jährige bei zwei Vorfällen attackiert. Dafür wurde der Angeklagte am Landesgericht Feldkirch zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. <span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Einen Polizisten und einen Zugschaffner hat der 20-Jährige bei zwei Vorfällen attackiert. Dafür wurde der Angeklagte am Landesgericht Feldkirch zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Symbolbild/Hartinger

20 Jähriger zu sechs Monaten Haft verurteilt – eingeschränkt zurechnungsfähig.

Einen Polizisten und einen Zugschaffner hat der 20-Jährige bei zwei Vorfällen attackiert. Dafür wurde der mit fünf Vorstrafen belastete, geständige und wegen seiner psychischen Probleme eingeschränkt zurechnungsfähige Angeklagte am Landesgericht Feldkirch zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Das Urteil von Richter Dietmar Nußbaumer, mit dem der von Markus Schiechtl verteidigte Angeklagte und Staatsanwältin Karin Dragosits einverstanden waren, wurde schon am Ende der Hauptverhandlung rechtskräftig. Der Richter sah davon ab, zwei offene Vorstrafen zu widerrufen und zu vollstrecken.

Versuchte Körperverletzung

Der Schuldspruch erfolgte wegen tätlichen Angriffs auf einen Beamten und versuchter Körperverletzung. Die mögliche Höchststrafe betrug zwei Jahre Haft. Der Angriff auf einen Feldkircher Polizisten im März war als versuchte schwere Körperverletzung mit einer Strafdrohung von bis zu drei Jahren Gefängnis angeklagt. Der Strafrichter ging aber davon aus, dass der Angeklagte den Beamten nicht verletzen wollte. Nach den gerichtlichen Feststellungen rempelte der 20-Jährige mit Anlauf einen Polizisten an, der sich ihm in den Weg stellte. So wollte er sich gewaltsam Zutritt zum Feldkircher Polizeigebäude verschaffen, wo sich seine schreiende Freundin befand. Der junge Mann meinte, er sei der Einzige, der sie beruhigen könne.

Im November 2020 versuchte der Angeklagte vergeblich, einen Zugbegleiter mit einem Faustschlag ins Gesicht zu verletzen. Der Schaffner konnte dem Schlag noch rechtzeitig ausweichen. Noch nicht verhandelt wurde über drei andere Anklagepunkte. Im Strafantrag wird dem 20-Jährigen auch vorgeworfen, er habe seine Freundin gefährlich bedroht. Zudem soll er die Flügeltür eines Landbusses mutwillig beschädigt haben. Und er soll in einem der Religionsausübung dienenden Raum 80 Euro gestohlen haben.