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Geldwäscherei vor Hausdurchsuchung

12.08.2021 • 09:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der  Angeklagte wurde wegen versuchter Geldwäscherei, versuchter Begünstigung des Beschuldigten und versuchter Unterdrückung von Beweismitteln schuldig gesprochen.<span class="copyright"> Symbolbild/Hartinger</span>
Der Angeklagte wurde wegen versuchter Geldwäscherei, versuchter Begünstigung des Beschuldigten und versuchter Unterdrückung von Beweismitteln schuldig gesprochen. Symbolbild/Hartinger

Bekannter des Beschuldigten versuchte, Cannabispflanzen zu beseitigen.

Wegen des Verdachts auf Delikte nach dem Suchtmittelgesetz fand am 15. Dezember 2020 bei einem Mann im Bezirk Feldkirch eine Hausdurchsuchung statt. Ein Bekannter des Beschuldigten erfuhr von dessen Lebensgefährtin davon. Der 25-Jährige und die Frau versuchten daraufhin, dem Beschuldigten zu helfen.

Dabei machten sie sich strafbar. Sie fuhren zur anderen Wohnung des Beschuldigten in den Bezirk Bregenz. Dort versuchten sie, vor der dort anstehenden Hausdurchsuchung Cannabispflanzen beiseite zu schaffen. Beim Wegräumen der Pflanzen wurde der 25-Jährige von der Polizei ertappt.

Schuldspruch für 25-Jährigen

Der unbescholtene und geständige Angeklagte wurde am Mittwoch in der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch wegen versuchter Geldwäscherei mit dem Verbergen von aus Straftaten stammendem Vermögen, versuchter Begünstigung des Beschuldigten und versuchter Unterdrückung von Beweismitteln schuldig gesprochen.

Dafür wurde der Gastronomie-Mitarbeiter mit dem Netto-Monatseinkommen von 1600 Euro zu einer teilbedingten Geldstrafe von 2730 Euro (210 Tagessätze zu je 13 Euro) verurteilt. Davon beträgt der unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Teil 910 Euro. Die übrigen 1820 Euro wurden für die Dauer von drei Jahren auf Bewährung bedingt nachgesehen. Das Urteil ist rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe wären drei Jahre Gefängnis gewesen. Die Geldstrafe entspricht drei Monaten Haft.

Diversion

Richter Dietmar Nußbaumer gewährte der unbescholtenen Lebensgefährtin des bei der Hausdurchsuchung Beschuldigten eine Diversion. Die Ungarin und Staatsanwalt Manfred Melchhammer waren damit einverstanden. Mit einer Probezeit von zwei Jahren wird das Strafverfahren gegen sie eingestellt werden. Bei ihr entfalle der Anklagepunkt der versuchten Begünstigung, weil die Begünstigung eines Lebensgefährten nicht unter Strafe gestellt werde, merkte der Strafrichter an.

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