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Panik vor der vierten Welle?

15.08.2021 • 18:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Die NEUE am Sonntag hat bei heimischen Betrieben nachgefragt, ob sie sich vor einem möglichen Lockdown fürchten und mit welchem Gefühl sie in die Zukunft blicken. <span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Die NEUE am Sonntag hat bei heimischen Betrieben nachgefragt, ob sie sich vor einem möglichen Lockdown fürchten und mit welchem Gefühl sie in die Zukunft blicken. Symbolbild/Hartinger

Lokale Betriebe erzählen, mit welchem Gefühl sie in die Zukunft blicken.

Die vierte Corona-Welle ist deutlich früher gestartet als jene im vorigen Sommer. Laut Zahlen der AGES lag die Sieben-Tage-Inzidenz drei Wochen vor dem Schulstart im Vorjahr nur bei zehn Infektionen pro 100.000 Einwohnern, heuer waren es schon 51 (Stand: Freitag). Abzuwarten bleibt, wie rasch Infektionen sowie schweren Verläufe ansteigen werden. Die vom Covid-Prognose-Konsortium für kommende Woche erwartete Zahl von 740 Neuinfektionen pro Tag ist jedenfalls bereits diese Woche überschritten worden.

Satements

In Anbetracht dieser Zahlen hat die NEUE am Sonntag bei heimischen Betrieben nachgefragt, ob sie sich vor einem möglichen weiteren Lockdown fürchten und mit welchem Gefühl sie in die Zukunft blicken.

Heike Ladurner-Strolz, Hotel Zimba

„Natürlich ist die vierte Welle mit einigen Befürchtungen verbunden, davon kann man sich nicht gänzlich befreien. Ich bin aber davon überzeugt, dass es nicht mehr zu einem vollen Lockdown kommen wird, ein solcher wäre wirtschaftlich nicht verkraftbar. Ein weiteres Problem, welches ein solcher mit sich bringen würde, wären natürlich auch unsere Mitarbeiter – noch mehr als bisher würden dann vermutlich einen Wechsel der Branche in Erwägung ziehen. Doch ich bin felsenfest davon überzeugt, dass es so weit gar nicht kommen wird. Ich gehe davon aus, dass die 3G-Maßnahmen verstärkt werden, aber das wäre eine tragbare Konsequenz für uns.“

 Heike Ladurner-Strolz, Hotel Zimba. <span class="copyright">Hartinger</span>
Heike Ladurner-Strolz, Hotel Zimba. Hartinger

Wolfgang Stromberger, Lumpi‘s Spielzeugparadies

„Da uns die Geschäftsschließungen ökonomisch doch belastet haben, hoffen wir auf keine weiteren Lockdowns. Auf die vierte Welle haben wir uns jedoch vorbereitet: Wir haben unseren Vorrat an Masken aufgefüllt, da wir damit rechnen, ab Herbst wieder welche tragen zu müssen. Eine unserer größten Hürden derzeit ist, dass viele unserer Hersteller Lieferprobleme haben. Unser Tipp daher: Lieber früh genug mit Weihnachtseinkäufen beginnen.“

 Wolfgang Stromberger, Lumpi‘s Spielzeugparadies. <span class="copyright">Handout/Privat</span>
Wolfgang Stromberger, Lumpi‘s Spielzeugparadies. Handout/Privat

Sandra Schenk, Friseur Schenk

„Generell denke ich da sehr positiv. Ich arbeite als Haardesignerin, ein Beruf der sehr viel Kreativität verlangt. Diese habe ich auch in Zeiten der Krise angewandt, wodurch mein Team und der Betrieb diese gut überstehen konnten. So werden wir auch weiterhin kreativ bleiben, egal, ob der Staat nun einen vierten, fünften oder sechsten Lockdown ausruft. Ich bin guter Dinge und lasse mich nicht verrückt machen.“

 Sandra Schenk, Friseur Schenk. <span class="copyright">Handout/Privat</span>
Sandra Schenk, Friseur Schenk. Handout/Privat

Helmut Kopf, Juwelier Kopf

„Eine vierte Corona-Welle war meiner Meinung nach unausweichlich. Ich hoffe nur, dass die Regierung ihr Wort hält und von einem weiteren Lockdown absieht. Gerade in unserer Branche wäre dies jedoch glücklicherweise nicht allzu schlimm. Denn wenn die Leute nicht in den Urlaub können, gönnen sie sich dafür gerne etwas anderes Schönes.“

 Helmut Kopf, Juwelier Kopf. <span class="copyright">Handout/Privat </span>
Helmut Kopf, Juwelier Kopf. Handout/Privat

Sabrina Günter, Schuhhaus Günter

„Dass sich auch eine vierte Welle stark auf den Handel auswirken wird, liegt in der Natur der Sache. Denn auch in Zeiten der Lockerungen ist immer noch eine gewisse Zurückhaltung im Kaufverhalten der Kunden spürbar. Einige ziehen es vor, freiwillig weiterhin eine Maske zu tragen, was auch völlig okay ist. Ich bezweifle jedoch stark, dass es erneut zu einem Lockdown kommen wird.“

 Sabrina Günter, Schuhhaus Günter. <span class="copyright">Handout/Privat</span>
Sabrina Günter, Schuhhaus Günter. Handout/Privat

Oswald Grassl, Restaurant Färber‘s

„Wenn wir uns die Infektionszahlen anschauen, befinden wir uns bereits in der vierten Welle. Dennoch bezweifle ich stark, dass es noch einmal zu einem Lockdown kommen wird. Immerhin sind knapp 60 Prozent der Bevölkerung bereits geimpft. Und wenn doch, stellen wir eben wieder auf Take-away-Angebote um, wie in den vorherigen Lockdowns auch. Wir versuchen, das Beste aus der Situation zu machen.“

 Oswald Grassl, Restaurant Färber's. <span class="copyright">Hartinger</span>
Oswald Grassl, Restaurant Färber's. Hartinger