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Anklage gegen Waffenhändlerin

01.09.2021 • 19:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Prozess in Feldkirch vertagt. <span class="copyright">hartinger</span>
Prozess in Feldkirch vertagt. hartinger

Betreiberin bestreitet, nicht registrierte Faustfeuerwaffen verkauft zu haben.

Wegen illegaler Waffengeschäfte hat die Staatsanwaltschaft Feldkirch die Betreiberin eines Unterländer Waffengeschäfts angeklagt. Nach dem Waffengesetz angeklagt wurden auch ihr Lebensgefährte, zwei angebliche Kunden und die mutmaßliche Besitzerin einer verbotenen Schusswaffe. Im Strafprozess am Landesgericht Feldkirch erging am Mittwoch noch kein Urteil. Richter Dietmar Nußbaumer hat die Hauptverhandlung zur Einvernahme von zwei Zeugen auf 13. Dezember vertagt.

Keine Waffenbesitzkarte und nicht registrierte Pistolen

Im Strafantrag wird der Waffenhändlerin und ihrem Lebensgefährten vorgeworfen, sie hätten dem 39-jährigen Dritt­angeklagten aus Deutschland, der über keine Waffenbesitzkarte verfügte, nicht registrierte Pistolen und Revolver sowie Munition verkauft. Zudem wird dem Freund der Waffenhändlerin zur Last gelegt, er habe dem 28-jährigen Cousin des 39-Jährigen, der ebenfalls keine Waffenbesitzkarte hat, eine nicht registrierte Pistole verkauft.
Die Waffenhändlerin und ihr Lebensgefährte bestreiten die Vorwürfe: Die Erstangeklagte und der Viertangeklagte sagten vor Gericht, sie seien nicht schuldig. Sie hätten niemandem nicht registrierte Faustfeuerwaffen verkauft. Verteidiger Nicolas Stieger forderte Freisprüche für seine Mandanten.

Ablenkungsmanöver?

Belastet werden sie vom im Vorjahr vorübergehend festgenommenen Drittangeklagten, der sagte, er habe die Waffen und die Munition bei ihnen im Waffengeschäft gekauft. Der Lebensgefährte der Waffenhändlerin meinte dazu, der Drittangeklagte belaste sie, um davon abzulenken, dass der 39-Jährige die Waffen von einem führenden Mitglied einer Rockerbande bezogen habe. Der 28-jährige Zweitangeklagte aus Vorarlberg korrigierte seine polizeiliche Aussage: Er habe vom Lebensgefährten der Waffenhändlerin doch keine echte Pistole erhalten, sondern nur eine Schreckschusspistole. Der Freund der Betreiberin des Waffengeschäfts bestätigte seine Angaben.