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Sicheres Reisen als oberstes Gebot

02.09.2021 • 20:01 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Viele Vorarlberger zog es im Sommer in den Mittelmeerraum, wie Reisever­anstalter Michael Nachbaur erklärt.<span class="copyright">Jenny Sturm</span>
Viele Vorarlberger zog es im Sommer in den Mittelmeerraum, wie Reisever­anstalter Michael Nachbaur erklärt.Jenny Sturm

Reiseveranstalter Michael Nachbaur über die diesjährige Sommersaison.

Eine turbulente Zeit liegt hinter den heimischen Reiseveranstaltern – geprägt von Reisebeschränkungen und Lockdowns. Doch mit diesem Sommer nahm das Reiseverhalten im Land endlich wieder Fahrt auf. Das bestätigt auch Michael Nachbaur, Geschäftsführer von High Life Reisen und Nachbaur Reisen. „Einen solchen Sommer haben wir noch nie erlebt“, erklärt der Reise-Experte auf NEUE-Nachfrage.

Denn auch wenn die nun für so lange Zeit präsenten Corona-Einschränkungen das Reisen heuer wieder möglich machten, wollte zunächst keiner daran so wirklich glauben. „Zunächst war unsere Kundschaft eher zurückhaltend. Obwohl wir ihnen für den Fall der Fälle kulante Stornobedingungen boten. Immerhin ist das Ermöglichen einer sicheren Reise auch unser oberstes Gebot.“

Ausgebuchte Flüge

Doch dann folgte Mitte Mai auch grünes Licht seitens der Bundesregierung. Die Reisebestimmungen wurden offiziell aufgehoben, dem Sommerurlaub stand nichts mehr im Weg: „Und dann haben wir schnell reagiert und gingen aufs Ganze. Mit nur zwei Wochen Vorlaufzeit, in denen wir unser Team wieder aus der Kurzarbeit zurückholten, startete am 12. Juni unser erster Flieger nach Sardinien“, erzählt der Reiseveranstalter.

 Michael Nachbaur, Geschäftsführer von High Life Reisen und Nachbaur Reisen. <span class="copyright">Handout/Privat</span>
Michael Nachbaur, Geschäftsführer von High Life Reisen und Nachbaur Reisen. Handout/Privat

„Und obwohl wir die Entscheidung, wieder loslegen zu wollen, zu einem Zeitpunkt trafen, an dem die Buchungen noch zu wünschen übrig ließen, war es rückblickend die absolut richtige Entscheidung“, freut sich Nachbaur. Denn die Vorarlberger waren mehr denn je im Reisefieber, die Flüge von High Life Reisen oft komplett ausgebucht.

Kurzfristige Buchungen

Ein erfolgreicher Start zurück ins Business – so riskant dieser Schritt auch gewesen sein mag. Denn obwohl das Reisen an sich wieder möglich ist, so hatte die Coronakrise auch so manche Veränderung im Reiseverhalten der Vorarlberger zur Folge.

Und diese bedeuten wiederum eine gewisse Unsicherheit und Unplanbarkeit für den Reisever­anstalter und sein Team: „Die Leute buchen viel kurzfristiger als früher. Bei einem unserer Mallorca-Flüge etwa haben 30 Personen erst fünf Tage vor der Abreise gebucht. Das bedeutet natürlich auch einen enormen Mehraufwand für unser Team“, erklärt Nachbaur und ergänzt: „Ein Aufwand, den wir natürlich gerne auf uns genommen haben. Es ist ein schönes Gefühl, den Kunden wieder Urlaubsreisen ermöglichen zu können und dass unsere Angebote so gut angenommen werden.“

Urlaub am Mittelmeer

Doch warum trafen die Angebote den Nerv der Kunden? „Hierbei zeigen sich doch noch die Auswirkungen der Krise. Wir bieten Flüge von einem kleinen Flughafen aus an, in einem kleinen Flugzeug mit Zweier-Sitzreihen. Das ist es, was die Kunden in Zeiten wie diesen wünschen“, erklärt der Reiseveranstalter.

Und wohin sollte die Reise der Vorarlberger in den Corona-konformen Transportmitteln denn diesen Sommer am liebsten gehen? Nachbaur zufolge waren die Gebiete rund um das Mittelmeer ein sehr beliebtes Ziel. „Dabei war der Preis kein Thema. Die Leute haben ein fixes Budget für den Urlaub beiseite gelegt. Und jetzt, wo das Reisen endlich wieder möglich war, ließ man sich dies auch kosten.“

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