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Jahresumsatz in Firmenausbau investiert

13.09.2021 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
1,7 Millionen Euro – einen ganzen Jahresumsatz – lässt sich Geschäftsführer Andreas Krammel den Firmenausbau kosten. <span class="copyright">handout/WPA</span>
1,7 Millionen Euro – einen ganzen Jahresumsatz – lässt sich Geschäftsführer Andreas Krammel den Firmenausbau kosten. handout/WPA

Andreas Krammel nimmt 1,7 Millionen für Firmenerweiterung in die Hand.

Das Unternehmen Andreas Krammel hat mit einem großangelegten Aus- und Erweiterungsbau seines Firmenstammsitzes in Lustenau begonnen. Wie Firmengründer und Inhaber Andreas Krammel im wpa-Gespräch erklärte, hänge die Erweiterung vor allem mit dem Platzmangel zusammen, der sich aufgrund des Wachstums des Unternehmens in den vergangenen Jahren zusehends verschärft habe.

Zusammenarbeit ausweiten

Der Ursprung des Unternehmens mit derzeit fünf Mitarbeitern liegt in der Obstverarbeitung und der Mosterei beziehungsweise der Safterzeugung. Dazu kommt die Lohnbrennerei. Im Laufe der Jahre kamen der Futterhandel sowie der Handel mit Kellereiartikeln dazu.

Geschäftsführer Andreas Krammel. <span class="copyright">Handout/WPA</span>
Geschäftsführer Andreas Krammel. Handout/WPA

„Wir führen 3500 Produkte im Sortiment und können schon lange nicht mehr alles ausreichend präsentieren“, so Krammel. Deshalb führe am Ausbau kein Weg vorbei, zumal man mit dem Anlegen einer eigenen vier Hektar großen Obstplantage für Nachschub auf der Rohstoffseite gesorgt habe. Gleichzeitig soll mit dem Ausbau auch die Zusammenarbeit mit den Partnerbetrieben im Ländle vorangetrieben werden.

1,7 Millionen Euro investiert

Die Bauarbeiten auf einer Grundstücksfläche von 800 Quadratmetern haben im August 2021 begonnen. Dabei wird die 2015 errichtete Halle um ein Stockwerk erhöht, wo unter anderem 280 Quadratmeter Seminarräume untergebracht werden.

Im angrenzenden Neubau sind ein 780 Quadratmeter großes Kellerlager, ein 320 Quadratmeter großes Kommissionslager sowie 400 Quadratmeter Verkaufsflächen samt Büros geplant. Die Fertigstellung sei für Ende Mai 2022 vorgesehen. Das Inves­titionsvolumen beziffert Krammel mit rund 1,7 Millionen Euro.

Mitarbeiterstand verdoppeln

Darüber hinaus wird die 2010 gegründete Dornbirner EDV-Firma Nubit mit fünf Mitarbeitern im Neubau auf 180 Quadratmeter als Mieter einziehen, sagte Krammel. Das wird auch bei Nubit bestätigt. Für den Standort spreche unter anderem die güns­tigere Verkehrsanbindung und das größere Platzangebot.

Andreas Krammel, gelernter Werkzeugmacher und ehemaliger Abteilungsleiter eines großen Unternehmens, hat sich im Jahr 2001 mit der Firmengründung beruflich selbständig gemacht.

Zu den Kunden von Andreas Krammel gehören Privatpersonen gleich wie Bauern und Unternehmen. Die selbst erzeugten Säfte finden sich unter anderem in den Verkaufsregalen der Vorarlberger Handelskette Sutterlüty. Der Jahresumsatz lag zuletzt bei rund 1,7 Millionen Euro und damit gleich hoch wie das angepeilte Investitionsvolumen für den Erweiterungsbau. Der Mitarbeiterstand soll sich nach dem Ausbau innerhalb von zwei Jahren auf etwa zwölf Beschäftigte mehr als verdoppeln, sagte Krammel.

Von Günther Bitschnau/WPA