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So wird das neue Dorfzentrum in Dalaas

05.11.2021 • 23:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Architekturmodell: Gemeindehaus (r.), Sparmarkt (Mitte) und Bestandsgebäude (bestehender Spar). <span class="copyright">berktold weber architekten</span>
Architekturmodell: Gemeindehaus (r.), Sparmarkt (Mitte) und Bestandsgebäude (bestehender Spar). berktold weber architekten

Architekturwettebwerb entscheiden: Berktold Weber Architekten überzeugten Jury.

Dort, wo derzeit noch – mehr oder weniger idyllisch – Camper ihre Zelte aufschlagen und Wohnmobile abstellen, soll bis 2024 ein neues Gemeindezentrum samt Gemeindehaus, Lebensmittelmarkt, Tiefgarage und Dorfplatz entstehen. Anfang Mai hatte die Gemeinde einen offenen EU-weiten Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Mittlerweile steht fest, welches Büro sich der Bauaufgabe widmen darf. Durchgesetzt haben sich die in Dornbirn ansässigen Berktold Weber Architekten. Erst kürzlich erhielt das Büro den Auftrag für den Bau des Hohenemser Rathauses. Mit dem Zuschlag für das neue Gemeindezentrum in Dalaas dürfen sich die Architekten nun über einen weiteren Wettbewerbserfolg freuen.

Gebaut wird mit Holz

In ihrem Jury­bericht loben die Preisrichter „die präzise Setzung und Zuordnung der klar und eigenständig ausgebildeten Baukörper“. Das Architekturbüro konzipierte das neue Gemeindehaus als viergeschossigen, im Grundriss nahezu quadratischen Baukörper in Holzhybridbauweise. Auch beim neuen Sparmarkt, der im östlichen Teil des Wettbewerbsgrundstücks situiert wird, kommt Holz zum Einsatz. Die Gemeinde Dalaas hatte sich als Eigentümerin großer Waldflächen ausdrücklich einen Holzbau gewünscht.

Dort, wo derzeit noch – mehr oder weniger idyllisch – Camper ihre Zelte aufschlagen, soll bis 2024 ein neues Gemeindezentrum samt Gemeindehaus, Lebensmittelmarkt, Tiefgarage und Dorfplatz entstehen. <span class="copyright">Stiplovsek</span>
Dort, wo derzeit noch – mehr oder weniger idyllisch – Camper ihre Zelte aufschlagen, soll bis 2024 ein neues Gemeindezentrum samt Gemeindehaus, Lebensmittelmarkt, Tiefgarage und Dorfplatz entstehen. Stiplovsek

Fertigstellung 2024 geplant

Gemäß den Ausschreibungsunterlagen will die Gemeinde den Bau im dritten Quartal 2022 in Angriff nehmen, die Fertigstellung ist Anfang 2024 ge­plant. Die Netto-Baukosten für den neuen Komplex werden mit rund 6,9 Millionen Euro beziffert, wobei das Gemeindezentrum selbst mit 3,6 Millionen veranschlagt wurde. Der Sparmarkt soll zwei Millionen Euro kosten, die Tiefgarage 1,3 Millionen Euro. Die Netto-Raumfläche des Gemeindehauses ist mit 1600 Quadratmeter angegeben, jene des Sparmarktes mit 600.

Treffpunkt in Gemeinde fehlt

Bürgermeister Martin Burtscher freut sich über den weiteren Etappenschritt. Ein Gemeindezentrum als Treffpunkt und Mittelpunkt fehle in der Gemeinde, sagte er anlässlich der Auslobung des Wettbewerbs im Mai. Noch ist die Gemeindeverwaltung im Komplex der Schule untergebracht. Die Räumlichkeiten entsprechen laut Burtscher aber nicht mehr den heutigen Standards. Sobald der Neubau fertig ist, soll am alten Standort ein Bildungszentrum entstehen. Sowohl die Schule als auch der Kindergarten würden mehr Platz benötigen. Ein entsprechendes Nachnutzungskonzept sei bereits in Ausarbeitung, versicherte der Bürgermeister.

Raumprogramm

Im Neubau sollen neben der Gemeindeverwaltung auch die Geschäftsstelle der Regio Klostertal, die Verwaltung des Krankenpflegevereins sowie die Harmoniemusik Dalaas Platz finden. Darüber hinaus sieht das von der Gemeinde gemeinsam mit Spar erarbeitete Konzept rund 40 Tiefgaragenplätze vor. Auch die Außenraumgestaltung und die Schaffung von verkehrsberuhigten Zonen war Teil der Wettbewerbsaufgabe.

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