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„Führerschein, Papiere und 2G-Nachweis, bitte!“

15.11.2021 • 22:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Einhaltung er Ausgangsbeschränkungen wird überprüft - auch bei Verkehrskontrollen . <span class="copyright">paulitsch</span>
Einhaltung er Ausgangsbeschränkungen wird überprüft - auch bei Verkehrskontrollen . paulitsch

Lockdown für Ungeimpfte: Polizei verstärkt Corona-Kontrollen.


Polizisten haben ihren Standardsatz „Führerschein und Fahrzeugpapiere, bitte“ um das Wort „2G-Nachweis“ erweitert. Aber nicht nur bei Routinekontrollen wird nach dem Corona-Status gefragt. Auch bei Schwerpunktaktionen auf Weihnachtsmärkten, in Einkaufszentren oder Gastronomiebetrieben soll die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen überprüft werden.

Wie von Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) angekündigt, sind auch in Vorarlberg täglich pro Bezirk zwei Polizeistreifen eigens für die Kontrollen der Maßnahmen abkommandiert. Grund für die verschärfte Corona-Überwachung ist der – trotz massiver Expertenkritik – bundesweite Lockdown für jene Menschen, die weder geimpft noch genesen sind.

Kontrollen “mit Augenmaß”

In Vorarlberg sind rund 111.000 Menschen (mit Hauptwohnsitz) davon betroffen. Sie dürfen ihre Wohnungen nur noch in Ausnahmefällen verlassen, etwa für Einkäufe des täglichen Bedarfs, für den Weg zur Arbeit oder den Besuch beim Arzt. Ausgänge zur körperlichen und psychischen Erholung sowie zur „Befriedigung religiöser Grundbedürfnisse“ sind ebenfalls möglich. Kinder unter zwölf Jahren sind ausgenommen. „Wir führen die Kontrollen mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl durch, sprich wir suchen das Gespräch“, sagt Rainer Fitz, Sprecher der Landespolizeidirektion Vorarlberg. Wer gegen die Ausgangsbeschränkungen verstößt, muss mit einer empfindlichen Geldstrafe in der Höhe von 500 Euro rechnen. Wer die Mitwirkung an einer Kontrolle ganz verweigert zahlt 1450 Euro. „Uneinsichtige und Unbelehrbare werden auf jeden Fall angezeigt“, stellt Fitz klar.

Situationsangepasst

Angaben zu Kontrolldichte machte der Polizeisprecher auf Anfrage nicht. Man werde situationsangepasst vorgehen und in erster Linie dort kontrollieren, wo viele Menschen zusammenkommen. „Das kann im Handel sein oder auf Weihnachtsmärkten.“ Durchgeführt werden sollen die Schwerpunktkontrollen unter anderem von der kürzlich installierten Bereitschaftseinheit. Automatisch mitüberprüft werde der Impfstatus im allgemeinen Streifendienst, etwa im Straßenverkehr.

Neben den polizeilichen Kontrollen im öffentlichen Raum werden die Bezirkshauptmannschaften die Einhaltung 3G-Regel am Arbeitsplatz verstärkt überprüfen. Das bestätigte der Feldkircher Bezirkshauptmann Herbert Burtscher auf Anfrage.

Sechs Anzeigen

Seit Einführung der 2G-Regel am 8. November hat die Polizei sechs Personen angezeigt. Zur Anzahl der Abmahnungen und Organmandate machte die Vorarlberger Polizei keine Angaben. Innenminister Karl Nehammer hatte bei der Einführung der 2-G-Regel angekündigt, 800 zusätzliche Polizisten für die Kontrollen hinzuzuziehen. „Zusätzliche“ Polizisten wird es in Vorarlberg in diesem Sinne nicht geben. Laut Fitz handelt es sich bei den 800 Polizisten um jene Beamten, die in Tirol, Nieder- und Oberösterreich sowie in der Steiermark für die Ausreiskontrollen abgestellt waren.

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