Lokal

Café Feurstein: Grünes Licht für Nachnutzung

22.11.2021 • 20:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Café Feurstein wird im Frühjahr wieder aufsperren.  <span class="copyright">marc Lins</span>
Das Café Feurstein wird im Frühjahr wieder aufsperren. marc Lins

Stadtrat genehmigt einstimmig die Vermietung des leerstehenden Kaffeehauses.

Eineinhalb Jahre lang wurde in der Stadt Feldkirch darüber diskutiert, wie es mit dem seit Ende 2019 leerstehenden Café Feurstein weitergehen soll. Nach einer Ausschreibung im Mai 2021 und weiteren Gesprächen mit dem favorisierten Interessenten hat das Stadtratsgremium am Montagabend die Vermietung der Räunlichkeiten an die REI GmbH einstimmig abgesegnet.

Die Vertragsunterzeichnung durch Geschäftsführer Hanno Breitfuss steht noch aus. Sobald dies geschehen ist, soll mit der Adaptierung des sanierungsbedürftigen Kaffeehauses begonnen werden. Das Immobilienunternehmen REI wird das Lokal wie berichtet an Waltraud „Wally“ Waldner untervermieten, die bis vor Kurzem das Café Hecht in der Feldkircher Neustadt betrieben hat.

Stadtrat Benedikt König (ÖVP). <span class="copyright">ÖVP Feldkirch</span>
Stadtrat Benedikt König (ÖVP). ÖVP Feldkirch

Überzeugend

„Im kommenden Frühjahr steht dem gewohnten Kaffeehausbetrieb somit nichts mehr im Wege“, teilten Bürgermeister Wolfgang Matt und Finanzstadtrat Benedikt König (beide ÖVP) nach der Sitzung mit. Überzeugend war laut König nicht nur das Gesamtkonzept, sondern auch der Umstand, dass die Stadt erst dann mit den nicht unerheblichen Investitionskosten belastet wird, wenn der Vertrag mit der REI GmbH nicht fortgesetzt wird. „Natürlich haben wir zugesagt, dass die Stadt als Gebäudeeigentümerin bei unvorhergesehenem Sanierungsbedarf beispringt“, so König.

Wird das Café Feurstein betreiben: Gastronomin Waltraud Waldner. <span class="copyright">Privat</span>
Wird das Café Feurstein betreiben: Gastronomin Waltraud Waldner. Privat

Grüne mit Kritik an ÖVP

Die Grünen, die mit zwei Stadträten im Gremium vertreten sind, zeigen sich erfreut, dass das Café Feurstein wieder seine Tore öffnet, bemängeln jedoch den „jahrelangen Leerstand im Herzen der Stadt“, der sich nicht wiederholen dürfe. „Mit der Vermietung geht ein jahrelanges Verwirrspiel zu Ende, in dem die Bevölkerung, Interessenten und Gäste immer wieder vertröstet wurden. Das Ergebnis von heute hätten wir so auch schon vor eineinhalb Jahren haben können – ohne die nervenaufreibende Zitterpartie für alle Beteiligten“, so Kulturstadträtin Laura Fetz.

Stadträtin Laura Fetz  (Grüne). <span class="copyright">Hartinger</span>
Stadträtin Laura Fetz (Grüne). Hartinger

Zurückhaltung

Ganz anderes sieht das naturgemäß die ÖVP. Dort spricht man von „Zurückhaltung“ seitens der Verwaltung. Begründet wird dies mit dem Umstand, „dass das Inventar des ehemaligen Cafés nicht der Stadt gehört“, aber auch mit „erheblichen rechtlichen Unsicherheiten und unkalkulierbaren Kos­tenfolgen im Zusammenhang mit diversen Bewilligungen, die außerhalb des Einflussbereiches der Stadt liegen“. Neos-Stadtrat Georg Oberndorfer freut sich, dass die „schwierige Angelegenheit nach anfänglichem Widerstand nun doch einem guten Ende zugeführt werden konnte“. REI-Geschäftsführer Hanno Breitfuss und die künftige Betreiberin Waltraud Waldner wollten vor Vertragsunterzeichnung keine Stellungnahme abgeben. Jörg Stadler

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