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Ex-Freundin zuerst verleumdet und dann gestalkt

09.12.2021 • 16:16 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Hartinger

45-Jähriger dieses Mal wegen Stalkings verurteilt. Geldstrafe für Vorbestraften beträgt 6900 Euro.

Mit dem Smartphone seiner Ex-Lebensgefährtin hat der geständige Angeklagte im August per Online-Banking von ihrem Konto 35.000 Euro auf seines überwiesen. Dennoch hat der Kläger in einem Zivilprozess angegeben, sie verdächtige ihn bewusst wahrheitswidrig der Transaktionen.

Dafür wurde der Angeklagte im September am Landesgericht Feldkirch wegen des Vergehens des betrügerischen Datenverarbeitungsmissbrauchs und des Verbrechens der Verleumdung schuldig gesprochen. Dafür wurde der unbescholtene und geständige Angeklagte rechtskräftig zu einer nicht zu verbüßenden, für eine Probezeit von drei Jahren auf Bewährung bedingt nachgesehenen Haftstrafe von 18 Monaten verurteilt.

Schuldspruch wegen Stalkings

Am Donnerstag wurde der 45-Jährige aus dem Bezirk Bludenz am Landesgericht neuerlich schuldig gesprochen, dieses Mal wegen beharrlicher Verfolgung. Neuerlich war die Geschädigte seine ehemalige Lebensgefährtin. Der geständige Angeklagte hat die 44-Jährige zwischen 23. Juli und 8. Dezember gestalkt, mit vielen Telefonanrufen und 450 SMS, sogar noch nach seiner polizeilichen Einvernahme.
Dafür wurde über den ledigen Vorbestrafen mit dem Netto-Einkommen von 1900 Euro eine Geldstrafe von 6900 Euro (300 Tagessätze zu je 23 Euro) verhängt. Als Teilschadenersatz hat er seiner früheren Partnerin 1000 Euro zukommen zu lassen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, weil der ohne Verteidiger vor Gericht erschienene Angeklagte automatisch drei Tage Bedenkzeit erhielt. Die mögliche Höchststrafe wäre ein Jahr Haft gewesen. Die verhängte Geldstrafe entspricht umgerechnet fünf Monaten Haft. Richter Chris­toph Stadler sah davon ab, die bedingten 18 Haftmonate aus der Vorstrafe nachträglich in eine unbedingte, zu verbüßende umzuwandeln.
Der Angeklagte sagte, er habe seine Ex-Lebensgefährtin vor allem deshalb so oft kontaktiert, weil seine Wertsachen noch in ihrer Wohnung seien.

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