Lokal

Teurere Wohnungen werden nun auch gefördert

14.12.2021 • 20:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Künftig soll noch energieeffizienter gebaut werden. <span class="copyright">berchtold</span>
Künftig soll noch energieeffizienter gebaut werden. berchtold

Neue Regeln für Wohnbauförderung ab Jänner 2022 und neue Vorgaben für mehr Energie-Effizienz.

Nach wie vor träumen viele Menschen in Vorarlberg vom eigenen Haus oder der eigenen Wohnung.

Die explodierenden Preise lassen diesen Traum aber immer öfter platzen. Weil die Wohnungspreise in den vergangenen Jahren derart gestiegen sind, hebt das Land Vorarlberg ab Jänner 2022 die Deckelung der Wohn­bauförderung um circa 15 Prozent an. Das teilte Wirtschaftslandesrat Marco Tittler am Dienstag beim Pressefoyer mit. Damit können auch Käufer von höherpreisigen Wohnungen mit einem Quadratmeterpreis von 6000 bis 7000 Euro die Förderung in Anspruch nehmen.

Marco Tittler will Wohnbau und Energie-Effezienz fördern. <span class="copyright">hartinger</span>
Marco Tittler will Wohnbau und Energie-Effezienz fördern. hartinger


Die Wohnbauförderung für das kommende Jahr wurde mit circa 151 Millionen Euro budgetiert. Davon entfallen 101 Millionen auf den Neubau, 19 Millionen auf Altbausanierungen und 29 Millionen auf die Wohnbeihilfe. Abgesehen von der Anhebung des Deckels gibt es keine allzu großen Veränderungen, da die Richtlinien ab 2023 umfassend überarbeitet und damit vereinfacht werden sollen. Die Richtlinien für 2022 beschränken sich im Wesentlichen auf Anpassungen an das Baurecht, von energetischen Werten und von Kostengrenzen an die aktuellen Bauindizes und der Einkommensgrenzen.

So wenig Energie wie möglich

Mit 1. Jänner 2021 tritt auch eine Novelle der Bautechnikverordnung in Kraft. Die Verordnung definiert, was ein Niedrigst­energie-Gebäude ist und macht das zum Standard beim Bauen in Vorarlberg. Dadurch soll die Energieeffizienz neuer Gebäude weiter gesteigert werden. Es gibt Vorgaben für die Gebäudehülle, als Voraussetzung für einen geringen Heiz- und Kühlbedarf. Weiters sollen die zulässigen CO2-Emissionen klar gesenkt werden. Bei der Wahl des Energieträgers sollen – mit Ausnahmen – ausschließlich alternative Energiesysteme zum Einsatz kommen. Das bedeute zwar nicht, dass zum Beispiel Gas gänzlich verboten wird, da man grundsätzlich technisch offen bleiben wolle. „Der erhöhte CO2-Ausstoß durch das Gas muss aber kompensiert werden, zum Beispiel durch eine bessere Hülle“, so Tittler.

Höhere Kosten

D

Dass die Baukos­ten durch die neuen Anforderungen wesentlich erhöht werden, glaubt Tittler nicht: „Bereits jetzt werden die Vorgaben bei vielen Bauten umgesetzt. Es kann sein, dass bei dem einen oder anderen Gebäude eine höhere Hüllqualität gefordert wird. Der Kostenschub wird sich aber im Grenzen halten.“
Die wesentlichen Schwerpunkte des Landes beim Wohnbau sind und bleiben die Förderung zur Schaffung von Eigentum und das Energiesparen als Beitrag zum Klimaschutz, betonte Tittler abschließend.

.

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.