Lokal

Neues Corona-Behandlungszentrum in Betrieb

28.12.2021 • 19:08 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Im Messequartier wird ein Behandlungszentrum eingerichtet. Im Bild. Das einstige Notversorgungszentrum. <span class="copyright">Stiplovsek</span>
Im Messequartier wird ein Behandlungszentrum eingerichtet. Im Bild. Das einstige Notversorgungszentrum. Stiplovsek

Zum Einsatz kommen zwei neue Medikamente als Antikörpertherapie

Im Dornbirner Messequartier geht am Mittwoch eine neues Behandlungszentrum für Corona-Erkrankte in Betrieb. Dort kommen zwei neue Medikamente zum Einsatz, teilte das Land Vorarlberg am Dienstagnachmittag mit. Die sogenannten antiviralen Antikörpertherapien sollen die Krankenhausaufenthalte reduzieren helfen.

Das Behandlungszentrum ist für infizierte Personen in einem frühen Erkrankungsstadium gedacht, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf besteht und noch kein Bedarf an zusätzlichem Sauerstoff gegeben ist, informierten Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) und Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher in einer Aussendung. Wer dem Zentrum zur Behandlung zugewiesen wird, bestimmt das Infektionsteam anhand medizinischer Kriterien von Fall zu Fall. Eine Zuweisung kann auch über den betreuenden Arzt erfolgen.

Landesrätin Martina Rüscher. <span class="copyright">hartinger</span>
Landesrätin Martina Rüscher. hartinger

Studiendaten

Wie Studiendaten nachgewiesen hätten, lässt sich durch eine Behandlung mit einem neutralisierenden Antikörper der Schweregrad der Krankheit und die Notwendigkeit eines Krankenhausaufenthalts bei Patienten deutlich verringern. “Die Wahrscheinlichkeit von schweren Verläufen mit Krankenhausaufnahme, Notwendigkeit einer Intensivstation bis hin zu tödlichen Verläufen reduziert sich um bis zu 85 Prozent”, verweist Rüscher auf vorliegende Auswertungen. Konkret seien die beiden zum Einsatz kommenden Medikamente Sotrovimab (Xevudy) und Regdanvimab (Regkirona) in der Lage, das Eindringen des SARS-CoV-2 Virus vor allem in die Zellen der Atemwege und Lunge zu verhindern, indem das entscheidende – sogenannte “Spike Protein” – blockiert wird.

Als Ersatz für eine Impfung dürften diese Arzneimittel allerdings nicht angesehen werden, stellt die Landesrätin klar: “Das wird so auch von Herstellerseite immer wieder klar kommuniziert”.

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.