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Fohrenburg investiert 7,8 Millionen in Nachhaltigkeit

27.01.2022 • 18:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Braumeister Josef Wasner übergibt Schlüssel an Felix Schiffner. Geschäftsführer Wolfgang Sila kündigt hohe Investitionen an.<br><span class="copyright">Mittelberger</span>
Braumeister Josef Wasner übergibt Schlüssel an Felix Schiffner. Geschäftsführer Wolfgang Sila kündigt hohe Investitionen an.
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Fohrenburg optimiert bestehende Anlagen. Ab Februar wird vollständig auf Ökostrom und Biogas umgestellt.

Die Brauerei Fohrenburger wird in den kommenden fünf Jahren rund 7,8 Millionen Euro investieren, um die selbstgesetzten Ziele ihrer grünen Agenda hinsichtlich noch mehr Nachhaltigkeit bei sämtlichen Betriebsabläufen zu erreichen.

Darüber informierten Geschäftsführer Wolfgang Sila und Noch-Braumeister Josef Wasner sowie dessen Nachfolger Felix Schiffner im Gespräch mit der Wirtschaftspresseagentur.com.

Den Anfang macht ab Februar 2022 die vollständige Umstellung der gesamten Produktion auf Ökostrom und Biogas. Der Ökostrom stamme zu 100 Prozent aus österreichischer Wasserkraft, das Biogas komme zur Gänze aus Vorarlberg. In Summe spare die Brauerei Fohrenburger damit mehr als 2000 Tonnen CO2 pro Jahr ein, so die Verantwortlichen. Die Umstellung auf Ökostrom und Biogas koste das Unternehmen pro Jahr zusätzlich rund 350.000 Euro an laufenden Betriebskosten, so Sila. „Die Brauerei Fohrenburger ist damit Vorarlbergs erste grüne Brauerei.“ Gleichzeitig soll der Energieverbrauch in der Produktion innerhalb von fünf Jahren um etwa 25 Prozent gesenkt werden, so Wasner und Schiffner. „Dazu werden alle bestehenden Anlagen und Prozesse optimiert.“ Der Aufwand für diese Investitionen wird mit rund 100.000 Euro pro Jahr beziffert. „Die ersten fünf bis acht Prozent an Reduktion gehen vergleichsweise rasch. Danach sind auch größere Investitionen notwendig.“

Sechs Millionen für Heizwerk

Zu guter Letzt soll in fünf Jahren zur Erreichung dieses Zieles auch der Kessel für die Dampferzeugung in der Brauerei von Biogas auf Holzverbrennung umgestellt werden. Die Gesamtkosten für dieses neue Heizwerk, das eventuell mit externen Partnern zusammen betrieben werde, liegen bei etwa sechs Millionen Euro, sagte Sila. Danach sei die Produktion bezüglich geringstmöglichem Energieverbrauch nach jetzigem Wissensstand „maximal optimiert“.
Zudem sollen – wie die NEUE bereits berichtete – eine neue Kommisionierungshalle und ein Gebäude für Eventlogistik und Kundendienst gebaut werden. Allein dafür werden an die 6,5 Millionen Euro aufgewendet. „Wir sprechen also von mehr als 14 Millionen Euro, die am Stammsitz in Bludenz investiert werden“, so Sila, Wasner und Schiffner. Diese Großinvestition könne als klares Bekenntnis zum Standort gesehen werden.

Neuer Braumeister

Im Sommer 2022 kommt es zu einem Wechsel des Braumeisters. Denn der bisherige Braumeister Josef Wasner wird im Juni 2022 in Pension gehen. Auf ihn folgt der gebürtige Oberösterreicher Felix Schiffner (Jahrgang 1992). Er arbeitet seit 1. Jänner 2022 in der Brauerei Fohrenburg mit und wird in den kommenden sechs Monaten von Josef Wasner mit den Abläufen vertraut gemacht. Schiffner hat sich im Rahmen einer Ausschreibung für die Stelle beworben und konnte sich gegen sieben Mitbewerber durchsetzen. Er arbeitete zuvor unter anderem als Braumeister bei der Brauerei Grieskirchen und als stellvertretender Leiter der Hausbrauereien bei der Stieglbrauerei Salzburg.
Die Brauerei Fohrenburg beschäftigt rund 140 Mitarbeiter und kommt in Geschäftsjahren ohne Pandemie auf einen Jahresumsatz von etwa 30 Millionen Euro.

Günther Bitschnau / wpa