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Haftstrafe für Missbrauch im Schlaf

31.01.2022 • 16:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Hartinger</span>Das Urteil des Landesgerichtes Feldkirch wurde bestäigt.
HartingerDas Urteil des Landesgerichtes Feldkirch wurde bestäigt.

36-jähriger missbrauchte 16-Jährige, während sie bei ihm übernachtete.

Drei Sexualstraftaten hat der im Bezirk Dornbirn lebende Syrer nach Ansicht der Richter im Jänner 2021 in seiner Wohnung an einer Besucherin begangen.

Demnach hat der damals 36-Jährige die 16-Jährige missbraucht, während sie schlief. Durch den Übergriff wachte sie auf. Zudem hat der ledige Mann nach den gerichtlichen Feststellungen der Jugendlichen vergeblich Geld für eine von ihm gewünschte sexuelle Handlung angeboten. Und er hat laut Urteil vor der Minderjährigen masturbiert.

Unbedingte Haftstrafe

Das trug dem Angeklagten einen Schuldspruch wegen des Verbrechens des sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen Person, des Vergehens des versuchten sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen und des Vergehens der sexuellen Belästigung ein.

Dafür wurde der mit einer einschlägigen Vorstrafe belastete und inzwischen 37-Jährige rechtskräftig zu zwei Jahren Haft verurteilt. Der Strafrahmen betrug ein bis zehn Jahre Haft. Als Teilschmerzengeld hat der Schichtarbeiter dem Opfer, das anwaltlich von Andrea Höfle-Stenech vertreten wurde, 3000 Euro zu bezahlen. Das Urteil ist jetzt rechtskräftig

Denn das Innsbrucker Oberlandesgericht (OLG) bestätigte jetzt in der Berufungsverhandlung die im Juli 2021 in erster Instanz am Landesgericht Feldkirch verhängte Freiheitsstrafe. Das teilte auf Anfrage OLG-Sprecher Wigbert Zimmermann mit. Der Strafberufung des Angeklagten wurde in zweiter Instanz keine Folge gegeben. Auch mit seiner gegen das Teilschmerzengeld gerichteten Beschwerde war der Angeklagte nicht erfolgreich.

Glaubwürdige Aussage des Opfers

Die Richter hielten die belastenden Angaben der Jugendlichen für glaubwürdig. Unglaubwürdig war sie hingegen der Angeklagte, der sagte, er sei nicht schuldig. Der Verteidiger beantragte vergeblich einen Freispruch. Sein Mandant gab zu Protokoll, es sei zwischen ihm und der 16-Jährigen überhaupt nichts geschehen.

Der Staatsanwalt sagte, die 16-Jährige habe keinen Schlafplatz gehabt und daher zusammen mit einem Bekannten die Wohnung des Angeklagten aufgesucht, um dort zu übernachten. Das habe der Angeklagte ausgenützt.

Erschwerend wertete das Gericht, dass der Angeklagte ein Verbrechen und zwei Vergehen verübt hat. Als Erschwerungsgrund wurde auch die einschlägige Vorstrafe des Angeklagten angeführt. 2019 ist der Asylant bereits einmal wegen sexueller Belästigung verurteilt worden. Tatort war damals ein Zugwaggon.

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