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Milde Sanktionen für zwei junge Seriendiebe

09.02.2022 • 22:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Landesgericht Feldkirch. <span class="copyright">hartinger</span>
Landesgericht Feldkirch. hartinger

Jugendliche kamen mit Diversionen davon, weil sie unbescholten sind und Schäden wiedergutgemacht haben.

Die Die Verteidiger Alexander Wirth und Edwin Gantner beantragten vorerst mit Erfolg Diversionen für die beiden unbescholtenen und geständigen Jugendlichen, die bereits größtenteils Wiedergutmachung geleistet haben.

Richter Richard Gschwenter verpflichtete am Mittwoch in der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch den 15-jährigen Schüler zu 40 Stunden gemeinnütziger Gratisarbeit und den 16-jährigen Lehrling zu einer Geldbuße von 500 Euro. So sollen die Strafverfahren eingestellt werden, ohne Eintrag ins Strafregister.

Nächste Instanz.

Staatsanwältin Julia Berchtold war damit nicht einverstanden. Weil eine Verurteilung für die jungen Straftäter abschreckender wirken würde als eine diversionelle Erledigung, die nicht als Vorstrafe zähle, sagte die öffentliche Anklägerin. Sollte die Staatsanwaltschaft tatsächlich Beschwerde erheben, würde in zweiter Instanz das Oberlandesgericht Innsbruck entscheiden, ob Diversionen ausreichen.

Die jungen Asiaten haben im Vorjahr im Bezirk Bludenz fünf Diebstähle mit einem 5000 Euro übersteigenden Schaden begangen. Sie haben dabei vier Fahrräder im Wert von 6400 Euro und Bargeld im Ausmaß von mehreren Hundert Euro erbeutet. Die Tat bei einem Kiosk, bei der ein Rad im Wert von 200 Euro sowie Getränke und Süßigkeiten gestohlen wurden, wurde als Einbruchsdiebstahl gewertet. Die Anklage lautete auf schweren gewerbsmäßigen Diebstahl, teilweise durch Einbruch, mit einem Strafrahmen von bis zu eineinhalb Jahren Gefängnis.

Bargeld gestohlen.

Die Jugendlichen stahlen aus zwei unversperrten Umkleideräumen eines Fußballklubs und eines Eishockeyvereins Bargeld. Sie nahmen zwei aneinandergekettete E-Bikes im Wert von 3500 und 2000 Euro mit. Ein weiteres Fahrrad stahlen sie im Oktober 2021. Beim Schloss des versperrten, 700 Euro teuren Rads errieten sie nach eigenen Angaben zufällig die richtige Zahlenkombination.

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