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Krankenpflegerin bekämpft Kündigung

10.02.2022 • 19:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Pflegerin soll sich nicht an Weisungen gehalten haben. <span class="copyright">Shutterstock</span>
Pflegerin soll sich nicht an Weisungen gehalten haben. Shutterstock

Mitarbeiterin habe sich nicht an Weisungen gehalten. So argumentiert beklagter Krankenpflegeverein.

Wegen nachhaltiger Störungen des Betriebsfriedens sei die Kündigung erfolgt. So argumentiere in dem anhängigen Arbeitsprozess am Landesgericht Feldkirch der beklagte Krankenpflegeverein, teilte Gerichtssprecher Norbert Stütler auf Anfrage mit. Demnach habe sich die diplomierte Krankenpflegerin nicht an Vorgaben und Weisungen gehalten, etwa bei der Patientenübergabe und beim Informationsaustausch. Problematisch sei auch ihr Umgang mit Kollegen gewesen. Das Vertrauensverhältnis sei beschädigt worden.

Verfahren wird unterbrochen.

Die Klägerin bestreitet die Vorwürfe und bekämpft vor Gericht ihre Kündigung. In der ersten Gerichtsverhandlung einigten sich die Streitparteien am Donnerstag auf ein sogenanntes einfaches Ruhen. Das heißt, dass das Gerichtsverfahren für die nächsten drei Monate unterbrochen wird. Die Vergleichsgespräche sollen außergerichtlich weitergeführt werden.
Denn der Obmann des beklagten Krankenpflegevereins unterbreitete vor Gericht das Angebot, der klagenden Krankenpflegerin einen Arbeitsplatz in einem Heim zu vermitteln. Wegen des akuten Personalmangels könnten derzeit in Vorarlberg mehr als 100 Pflegebetten nicht belegt werden. Er könne dafür sorgen, dass die Klägerin schon morgen einen neuen Arbeitsplatz habe. Ihre Weiterbeschäftigung in dem von ihm geleiteten Krankenpflegeverein könne er aber seinem Team nicht mehr zumuten.

Wegen Corona nicht in Verhandlung

Sollte die von der beklagten Partei angebotene Stellenvermittlung erfolgreich sein, werde die Klage zurückgezogen werden, kündigte der Rechtsvertreter der Klägerin von der Arbeiterkammer an. Wegen ihrer Coronainfektion konnte die Klägerin am Donnerstag nicht an der Gerichtsverhandlung teilnehmen. Sie wollte sich nicht gegen Corona impfen lassen, merkte der Obmann des Krankenpflegevereins an. Sobald sie genesen sei, werde sie von der Impfpflicht ausgenommen werden.

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