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Hund geschlagen: Urteil rechtskräftig

16.02.2022 • 19:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Oberlandesgericht bestätigte in Berufungsverhandlung Entscheidung des Landesgerichts. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Oberlandesgericht bestätigte in Berufungsverhandlung Entscheidung des Landesgerichts. Klaus Hartinger

Geldstrafen wegen Tierquälerei für pensioniertes Ehepaar, das seinen Hund mehrfach misshandelt hat.

Der Pensionist hat nach Ansicht der Richter seinen Hund zwischen 2019 und Juli 2020 bei vier Vorfällen geschlagen. Seine Gattin hat nach den gerichtlichen Feststellungen den Mischlingshund bei drei Zwischenfällen mit Schlägen misshandelt. Das trug dem unbescholtenen Ehepaar aus dem Bezirk Feldkirch Schuldsprüche wegen der Vergehen der Tierquälerei ein.

Dafür wurde der 73-jährige Erstangeklagte zu einer teilbedingten Geldstrafe von 3000 Euro (300 Tagessätze zu je 10 Euro) verurteilt. Davon beträgt der unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Teil 1500 Euro. Über seine 68-jährige Ehefrau wurde eine Geldstrafe von 1040 Euro (260 Tagessätze à 4 Euro) verhängt, davon 520 Euro unbedingt. Die mögliche Höchststrafe wäre zwei Jahre gewesen. Die Geldstrafe für den Erstangeklagten entspricht umgerechnet fünf Monaten Haft, jene für die Zweitangeklagte vier Monaten.

Die Urteile sind nun rechtskräftig. Denn in der Berufungsverhandlung wurde jetzt das erstinstanzliche Urteil des Feldkircher Richters Thomas Wallnöfer vom Mai 2021 bestätigt. Das Innsbrucker Oberlandesgericht (OLG) gab den Berufungen der beiden Angeklagten und der Staatsanwaltschaft Feldkirch keine Folge. Das teilte auf Anfrage OLG-Sprecher Wigbert Zimmermann mit. Die Angeklagten hatten volle Berufung wegen Schuld und Strafe erhoben und Freisprüche beantragt. Die Staatsanwaltschaft hatte sich für eine strengere Bestrafung ausgesprochen.

Freigesprochen wurden die beiden Rentner vom zusätzlichen Tierquälerei-Vorwurf, sie hätten im Juli 2020 ihren Hund neben ihrer lauten Holzkreissäge angebunden und das Tier stundenlang der prallen Sommerhitze ausgesetzt. Dazu ging der Feldkircher Richter im Zweifel davon aus, dass der angeleinte Hund auch im Schatten unter einem Holzverschlag sitzen konnte.

Die Angeklagten bestritten die Tatvorwürfe und sagten, sie seien nicht schuldig. Der Verteidiger meinte, Nachbarn in dem Mietshaus hätten als Zeugen die beschuldigten Mieter falsch belastet, um sie doch noch loszuwerden. Der Vermieter habe einen Räumungsprozess gegen das aus Ex-Jugoslawien stammende Ehepaar verloren. Ein derartiges Komplott zu konstruieren, sei aberwitzig, erwiderte die Staatsanwältin in der Feldkircher Hauptverhandlung. Auch der Feldkircher Strafrichter ging von keiner Verschwörung aus. Er hielt die Belastungszeugen für glaubwürdig.

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