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Morddrohungen gegen zwei Schüler

16.02.2022 • 19:44 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Schuldspruch erfolgte wegen schwerer Nötigung, versuchter Nötigung, gefährlicher Drohung und Körperverletzung als Beteiligter.  <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Der Schuldspruch erfolgte wegen schwerer Nötigung, versuchter Nötigung, gefährlicher Drohung und Körperverletzung als Beteiligter. Klaus Hartinger


Geldstrafe und bedingte Haftstrafe: Vorbestrafter 20-Jähriger bedrohte auf Spielplatz ihm unbekannte 19-Jährige.

Seine Aggressionen ließ der 20-Jährige im August 2021 in Feldkirch bei einem Spielplatz in der Nähe des Landesgerichts an drei 19-jährigen Schülern aus, die er gar nicht kannte. Der Kosovare hielt nach den gerichtlichen Feststellungen einem der Schüler ein Messer an den Hals und drohte damit, ihn abzustechen. Demnach hielt er einen Schraubenzieher in der Hand und sagte zu einem anderen Schüler, er werde ihn abstechen, wenn er weiterhin mit seiner Bekannten rede.
Vom dritten Opfer forderte er vergeblich, ihm die Hand zu geben, sonst werde er ihn schlagen. Wenige Tage zuvor schlug in Feldkirch ein 20-jähriger Freund im Auftrag des Angeklagten einen Widersacher und verletzte ihn dabei leicht.

Urteil rechtskräftig

Der Schuldspruch erfolgte wegen schwerer Nötigung, versuchter Nötigung, gefährlicher Drohung und Körperverletzung als Beteiligter. Dafür wurde der mit drei Vorstrafen belastete Selbstständige mit dem Netto-Monatseinkommen von 2500 Euro am Mittwoch in der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch zu einer bedingten, nicht zu verbüßenden Haftstrafe von einem Jahr und einer unbedingten, dem Gericht zu bezahlenden Geldstrafe von 2640 Euro (120 Tagessätze zu je 22 Euro) verurteilt.
Das Urteil, mit dem der Angeklagte und Staatsanwalt Philipp Höfle einverstanden waren, ist rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe wäre fünf Jahre Gefängnis gewesen. Die verhängte kombinierte Strafe entspricht 14 Monaten Haft.

Anitaggressionstraining

Dem Angeklagten wurden die Weisungen erteilt, sich Bewährungshilfe und einem Antiaggressionstraining zu unterziehen. Sollte der junge Mann aus dem Bezirk Feldkirch gegen die Bewährungsauflagen verstoßen, müsste er die Haftstrafe doch verbüßen.
Zu Beginn der Verhandlung sagte der Angeklagte, er sei nicht schuldig. Nach den Zeugenaussagen bekannte er sich auf Anraten seines Verteidigers Clemens Achammer doch noch schuldig.

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