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Gefährliche Drohung: Neuerliche Verurteilung

17.02.2022 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Gefährliche Drohung: Neuerliche Verurteilung
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Vorbestrafter drohe laut Urteil damit, den Partner seiner Tochter aus dem Fenster zu werfen.

Zum zweiten Mal wurde der 53-Jährige wegen des Vergehens der gefährlichen Drohung verurteilt. Dafür wurde über den mit einer einschlägigen Vorstrafe belasteten Arbeitslosen am Donnerstag in der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch eine Geldstrafe von 800 Euro (200 Tagessätze zu je 4 Euro) verhängt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Angeklagte war mit der Entscheidung einverstanden, erhielt aber automatisch drei Tage Bedenkzeit, weil er keinen Verteidiger hatte. Der Staatsanwalt gab noch keine Erklärung ab. Die mögliche Höchststrafe wäre ein Jahr Gefängnis gewesen. Die verhängte Geldstrafe entspricht umgerechnet drei Monaten Haft.

Mit Körperverletzung gedroht

Nach den gerichtlichen Feststellungen hat der im Bezirk Feldkirch lebende Serbe am 13. Jänner zum 30-jährigen Lebensgefährten seiner Tochter gesagt, er werde ihn am Hals packen und ihn aus dem Fenster werfen. Dadurch hat er ihm laut Urteil zumindest mit einer Körperverletzung gedroht.
Der Angeklagte sagte, er sei nicht schuldig. Was ihm vorgeworfen werde, habe er nicht gesagt. Er beantragte einen Freispruch. Richterin Sabrina Tagwercher glaubte aber nicht ihm, sondern dem Belastungszeugen, also dem mutmaßlichen Opfer.
Der 30-Jährige sagte als Zeuge, er habe wegen der Drohung des Vaters seiner Partnerin die Polizei gerufen. Es habe zuvor in seiner Wohnung ein Streitgespräch um Geld gegeben. Der Angeklagte habe ihm vorgeworfen, dass er arbeitslos sei, und habe ihn aufgefordert, Geld zu verdienen, um die Familie ernähren zu können. Daraufhin habe er den 53-Jährigen vergeblich aufgefordert, seine Wohnung zu verlassen.

Keine Aussage

Die Tochter des Angeklagten machte vor der Polizei und vor Gericht von ihrem Recht Gebrauch, als Zeugin nicht auszusagen. Ihr serbischer Vater verstand zunächst das Urteil nicht. Er fragte, ob er jetzt ins Gefängnis müsse.

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