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Sechs Jahre Gefängnis für vorbestraften Dealer

25.02.2022 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Drogenschmuggler und -konsument wurde verurteilt. <span class="copyright">Symbolbild Shutterstock</span>
Drogenschmuggler und -konsument wurde verurteilt. Symbolbild Shutterstock

Mit elf Vorstrafen belasteter Drogenkonsument schmuggelte 1,8 Kilogramm Heroin und verkaufte 900 Gramm.

Zu sechs Jahren Gefängnis wurde am Freitag in einem Schöffenprozess am Landesgericht Feldkirch der geständige und mit elf Vorstrafen belas­tete Angeklagte wegen des Schmuggels, Verkaufs und Besitzes von harten Drogen verurteilt.

Zudem hat der 36-Jährige dem Staat als sogenannten Verfallsbetrag seine Bruttoeinnahmen von 64.700 Euro aus den Drogenverkäufen zu bezahlen. Das Urteil des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richter Christoph Stadler ist bereits rechtskräftig. Denn der von Martin Kloser verteidig­te Untersuchungshäftling und Staatsanwalt Markus Fussenegger waren damit einverstanden. Der Strafrahmen betrug wegen der hohen Drogenmengen ein bis 15 Jahre Haft.
Der Unterländer hat nach eigenen Angaben im Vorjahr vom 1. Jänner bis zu seiner Festnahme am 5. November 1,8 Kilogramm Heroin aus der Schweiz nach Vorarlberg geschmuggelt. Er hat in diesem Zeitraum 900 Gramm Heroin und 25 Gramm Kokain verkauft. Der Drogensüchtige hat im Vorjahr 35 Gramm Kokain sowie Cannabis konsumiert. Des Weiteren hat der 36-Jährige mit einem Totschläger widerrechtlich eine verbotene Waffe besessen.

Schmuggelfahrten per E-Scooter

Der Schuldspruch erfolgte wegen des Verbrechens des Suchtgifthandels, des Vergehens des unerlaubten Umgangs mit Suchtgiften und nach dem Waffengesetz. Im Eigentum der Republik stehen nun der E-Scooter und das Mopedauto des Angeklagten. Mit dem E-Scooter hat der Arbeitslose Schmuggelfahrten durchgeführt. Bei seiner Festnahme führte er in seinem Mopedauto 39 Gramm Heroin und den Totschläger mit sich.

Frühere Verurteilung

Zu verbüßen hat der Mann aus dem Bezirk Bregenz neben der sechsjährigen Freiheitsstrafe auch noch 16 Haftmonate aus einer früheren Verurteilung, also insgesamt sieben Jahre und vier Monate. Der Verurteilte habe eine Chance, nach zwei Dritteln der Haftzeit vorzeitig und auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen zu werden, sagte Richter Stadler.

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