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Programmier-Know-how von 100 indischen Informatikern

02.03.2022 • 18:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Programmier-Know-how von 100 indischen   Informatikern
Indische Programmierer setzen IT-Projekte für Vorarlberger Firmen um. reuters

Der eklatante Mangel an IT-Fachleuten und Informatikern in Vorarlberg treibt seit langer Zeit nicht nur Klein- und Mittelbetrieben, sondern auch großen Unternehmen die Sorgenfalten auf die Stirn.

Einen Beitrag zur Bekämpfung dieses Flaschenhalses möchte jetzt der Unternehmensberater Vaheh Khachatouri mit seinem neu gegründeten Unternehmen Kappasoft GmbH in Lustenau leisten. Khachatouri war bekanntlich über viele Jahre unter anderem Geschäftsführer von V-Research und führt mittlerweile sein eigenes Beratungsunternehmen.

Vaheh Khachatouri. <span class="copyright">Studio Fasching </span>
Vaheh Khachatouri. Studio Fasching

Die Dienstleistung von Kappasoft richtet sich an Unternehmen jedweder Branche und Größe, die aufgrund von nur wenigen Informatikern ihre IT-Themen etwa in der Produktion, in der Verwaltung oder in der Prozessautomatisierung mit einem hohen internen und externen Aufwand bewältigen müssen. „Sehr oft gibt es dabei wenig zufriedenstellende Ergebnisse, da die Kernkompetenz dieser Firmen ja in anderen Bereichen als in der Durchführung von ausgelagerten Software-Entwicklungsprojekten liegt“, so Khachatouri.

Verlässliche Geschäftsbeziehung

Um dieses Problem zu lösen, hat Kappasoft exklusive Kooperationsverträge mit einem IT- und Informatikdienstleister in Indien abgeschlossen. Das dortige Unternehmen besteht seit 16 Jahren und arbeitet nach Darstellung von Khachatouri insbesondere mit US-Firmen in teils sensiblen Bereichen zusammen. Der indische Partner beschäftige weit mehr als 100 Informatiker, Tendenz steigend. Durch persönlich-private Verbindungen zwischen den Kappasoft-Eigentümern und dem Unternehmensinhaber in Indien könne eine verlässliche Geschäftsbeziehung gewährleistet werden, so Khachatouri.
Die Aufgabe von Kappasoft hierzulande sei es, mit interessierten Unternehmen die Notwendigkeiten und Anforderungen ihres IT-Projektes klar, im Detail und systematisch zu erfassen und die Qualitäts- sowie Abnahmekriterien festzulegen. „Nach dieser Spezifikationserfassung wenden wir uns mit den fachlichen Informationen an den indischen Partner, wo die dortigen Informatiker das Projekt dann in Angriff nehmen. Wir übernehmen die Verantwortung für das Projekt und sorgen für Kommunikation und Projektmanagement“, sagt Khachatouri. Man sei folglich das hier ansässige Bindeglied zwischen den indischen Informatikern und den Vorarlberger Firmenkunden und die zentrale Anlaufstelle für alle mit dem IT-Projekt zusammenhängenden Fragen.

Wir sind das Bindeglied zwischen den indischen Informatikern und den heimischen Firmen.

Vaheh Khachatouri, Kappasoft

Kappasoft gehört Geschäftsführer Vaheh Khachatouri, seinem Sohn Aram Khachatouri, dem gebürtigen und in Vorarlberg lebenden Inder Saju Kadavil und dem deutschen Unternehmer Manfred-Horst Boretius. Die Geschäftstätigkeit soll in diesen Wochen aufgenommen werden.

Günther Bitschnau / wpa

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