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Weite Blicke und Natur ganz nah

09.05.2022 • 16:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ausblick in die Berge des Hinterwaldes vom Älpele aus. <span class="copyright">Vylet</span>
Ausblick in die Berge des Hinterwaldes vom Älpele aus. Vylet

Hertha Glück wandert zum Aussichtspunkt Rotenbachschrofen.

Am schmucken denkmalgeschützten Dorfplatz und bei der Bushaltestelle ist der Wanderstart, nämlich beim Hauptwegweiser „Schwarzenberg Hof“. Die erste Etappe führt nach St. Ilga. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Gasthof Hirschen beginnt der Anstieg. Man wandert zu einem Bildstock mit der „Schwarzen Madonna“, die Straße führt an alten Obstbäumen und neuen Häusern vorbei hinauf in den Wald.

Die Ilgakapelle.<span class="copyright"> Vylet</span>
Die Ilgakapelle. Vylet

Schon hier lohnt sich der Blick zurück, über Schwarzenberg auf die lieblich-romantische Landschaft des Mittel- und Vorderen Bregenzerwaldes.
Bei der Abzweigung zur St. Ilga Kapelle übernimmt ein Wiesen- und Waldweg. Bächlein werden auf kleinen Stegen gequert, Wiesen auf schmalen Wegen durchschritten. Immer wieder sind leuchtend gelbe Sumpfdotterblumen zu sehen. Nach einem etwas steileren Wegstück ist die St. Ilga Quelle mit dem Heilwasser gegen Augenleiden und Gicht erreicht. Kurz danach ist man schon bei der Kapelle. Wenige Meter nach der Kapelle führt links ein Wiesenweg in Richtung „Gmeind“ bzw. „Bödele“. Am Waldrand entlang und über einen Wiesenweg steht man bald bei der Abzweigung „Halda“. Nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal ist es eine Freude, den Ausblick in die Ferne zu genießen.

Frühlingsblumen

Nun geht es auf der Forststraße, die von prachtvollen Frühlingsblumen gesäumt ist, hinauf zur Lustenauer Hütte. Beim Weidegatter zweigt der Weg rechts ab. Am Waldsaum wandernd, dann hinter den Hütten des Vorsäss „Hütte“ vorbei führt der Wiesenweg nach oben. Eine Tafel des „Eduard Möricke Wanderweg“ bietet kurzweilige Informationen. Wieder wechseln Wiesen- und Waldweg ab, um kurz vor dem Älpele in die Forststraße zu münden. Leicht abwärts führt der Weg an den schönen Häusern des Älpele, der Kapelle Benedikt und dem See, der nur durch Regen und Oberflächenwasser gespeist wird, in den Wald. Der „Steinrieselerbach“ wird über einer Brücke überquert, danach erfolgt der Aufstieg zur Lustenauer Hütte. Hier kann man rasten, bevor es fast flach am Waldrand zur Rotenbachalpe weitergeht. Ab dem Wald steigt der Weg wieder an. In der ersten Kurve geht’s links (nun weiß-rot-weiß) durch die Moorlandschaft des aus verschiedenen Teilflächen bestehenden Biotops „Fohra“, in dem letzte Exemplare der Moor-Birke zu finden sind. Daher bitte auf dem markierten Weg bleiben.

Beim Rotenbachschrofen.<span class="copyright"> Vylet</span>
Beim Rotenbachschrofen. Vylet

Im Wald, auf der Hügelkuppe, dem mit ca. 1290 Metern wahrscheinlich höchsten Punkt der Wanderung, führt ein Forstweg wieder ein bisschen nach unten. Der Weg zum Aussichtspunkt bzw. dem Schrofen führt rechts vom kleinen Wasserlauf durch ein kleines Waldstück. Bisher von den Bäumen verdeckt, bietet sich ein schöner Blick über die Alpweide zu den dahinter aufragenden Bergen. Der von Bäumen gesäumte Geländekante entlang, ist der Aussichtspunkt rasch erreicht. Doch Vorsicht ist geboten! Unvermittelt steht man direkt an der Kante der Felswand. Ein fantastischer Panoramablick über den vorderen Bregenzerwald begeistert. Der Klausberg aus der Vogelperspektive dahinter die Niedere. Rechts reicht der Blick über Bezau, Bizau, Diedamskopf bis zum Widderstein. Links schweift der Blick bis nach Langenegg und Hittisau mit dem Hochhäderich.
Zurück beim Wegweiser ist die Alphütte gleich zu sehen, somit durchschreitet man eine frühlingshafte Wiese mit gaukelnden Schmetterlingen und summenden Bienen. Weiters führt der Forstweg zum Klausbergvorsäss. Ab dort geht’s auf der Straße zurück nach Schwarzenberg.

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