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Freundin weitere sechs Mal verletzt

23.05.2022 • 20:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Prozess am Landesgericht endete mit Verurteilung. <span class="copyright">Hartinger</span>
Prozess am Landesgericht endete mit Verurteilung. Hartinger

Nach früherer Geldstrafe wegen Körperverletzung nun drei bedingte Haftmonate für 24-Jährigen.

Wegen Körperverletzung in sechs Fällen und versuchter Nötigung wurde der Angeklagte am Montag in der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch zu einer bedingten, nicht zu verbüßenden Haftstrafe von drei Monaten verurteilt. Während der dreijährigen Probezeit hat der 24-Jährige Bewährungshilfe und ein Antigewalttraining in Anspruch zu nehmen. Sonst müsste er die Gefängnisstrafe doch absitzen. Als Teilschmerzengeld hat er seiner Ex-Lebensgefährtin 220 Euro zu bezahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, denn der Angeklagte und der Staatsanwalt nahmen drei Tage Bedenkzeit in Anspruch. Die mögliche Höchststrafe wäre ein Jahr Gefängnis gewesen.

Leicht verletzt

Nach Ansicht von Richter Dietmar Nußbaumer hat der junge Mann aus dem Bezirk Feldkirch zwischen 2018 und 2021 seine damalige Lebensgefährtin bei sechs Vorfällen leicht verletzt. Nach den gerichtlichen Feststellungen hat er sie geschlagen, getreten, gestoßen, ihren Arm in der Autoscheibe eingeklemmt und sie festgehalten. Eine fortgesetzte Gewaltausübung liege noch nicht vor, so der Strafrichter.
Bei der Strafe handelt es sich um eine Zusatzstrafe. Denn über den Angeklagten wurde im Jänner am Bezirksgericht Feldkirch wegen Körperverletzung gegen seine Ex-Freundin eine teilbedingte Geldstrafe verhängt. Nach der BG-Verhandlung zeigte die junge Frau ihren Ex-Partner wegen weiterer Körperverletzungen und einer versuchten Nötigung an. Zuvor habe sie vor ihm Angst gehabt, sagte sie. Verteidigerin Zehra Yilmaz-Arslan beantragte einen Freispruch, weil ihr Mandant stets in Notwehr gehandelt habe. Der Angeklagte sagte, er sei nicht schuldig.

Provoziert

Der Strafrichter hielt aber nur die Angaben der jungen Frau für glaubwürdig. Gewalt sei Teil der Beziehung gewesen, in der die Frau manche Taten provoziert habe, sagte Nußbaumer. Das Antigewalttraining sei für den 24-Jährigen der Schlüssel für künftige gewaltfreie Beziehungen.

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