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Anklage: Vergewaltigung und häusliche Gewalt

13.07.2022 • 16:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Symbolbild/NEUE

Noch kein Urteil im Prozess gegen Iraker, der seine Zweitfrau vergewaltigt und misshandelt haben soll.

Wegen Vergewaltigung, fortgesetzter Gewaltausübung und schwerer Nötigung muss sich der unbescholtene Angeklagte seit Mittwoch am Landesgericht Feldkirch in einem Schöffenprozess unter dem Vorsitz von Richterin Silke Sandholzer verantworten. In der zweiten Verhandlung soll am Freitag das Urteil verkündet werden.

In der Anklageschrift wird dem Iraker vorgeworfen, er habe im Vorjahr seine Zweitfrau aus Rache für ihren Seitensprung vergewaltigt. Zudem wurde der 38-Jährige wegen häuslicher Gewalt angeklagt. Demnach soll er seine Partnerin wiederholt misshandelt und bedroht haben. Des Weiteren wird dem Untersuchungshäftling zur Last gelegt, er habe die schwangere Frau zur Abtreibung gezwungen. Indem er ihr gedroht haben soll, sie sonst umzubringen und die Zwillinge nach deren Geburt zu entführen. Und er wird verdächtigt, einen Sexualpartner der Frau am Telefon bedroht zu haben.

Strafrahmen

Für den Fall eines Schuldspruchs im Sinne des Anklagen beträgt der Strafrahmen zwei bis zehn Jahre Gefängnis. Für den Angeklagten gilt die Unschuldsvermutung. Er bekannte sich vor Gericht nur zu Ohrfeigen, die er ihr verpasst habe, schuldig. Verteidiger Bernhard Graf sagte zu Beginn des Prozesses, das mutmaßliche Opfer habe widersprüchliche Angaben gemacht und sei nicht glaubwürdig.

Der Angeklagte und die Vorarlbergerin hätten sich im Februar 2020 in einer Dornbirner Bar kennengelernt und seien eine Liebesbeziehung miteinander eingegangen, sagte Staatsanwalt Johannes Hartmann. Die Vorarlbergerin habe gewusst, dass der Selbstständige ein verheirateter Familienvater ist. Die Christin sei zum Islam konvertiert und habe ein Kopftuch getragen. Sie habe ihn nach  islamischem Ritus geheiratet und sei so die Zweitfrau des Arabers geworden. Es sei auch wegen ihrer Seitensprünge zu Streitigkeiten und letztlich sogar zu den angeklagten Straftaten gekommen.

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