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Im Rausch Steine auch auf Menschen geworfen

14.07.2022 • 17:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Symbolbild/Stiplovsek</span>
Symbolbild/Stiplovsek

Noch kein Urteil im Prozess gegen Afghanen, weil ein Gutachten zum Alkoholkonsum eingeholt wird.

Neuerlich soll der 22-jährige Afghane im Vollrausch Straftaten begangen haben. Ihm wird zur Last gelegt, er habe am 4. Mai mit Steinwürfen gegen das Dornbirner Bahnhofsgebäude einen Schaden von 1959 Euro verursacht. Zudem wird dem Arbeitslosen vorgeworfen, er habe am 30. Mai in Dornbirn Steine in Richtung eines Kindes, einer Frau und eines Polizisten geworfen. Damit soll er versucht haben, die drei Menschen zu verletzen.

Darüber hinaus hat der Angeklagte nach Darstellung der Staatsanwaltschaft ebenfalls am 30. Mai einem Mitarbeiter eines Obdachlosenheimes in Dornbirn damit gedroht, ihn zu erschlagen. Und er schlug laut Strafantrag an jenem Tag mit geworfenen Steinen bei dem Gebäude mehrere Fenster ein und hat so einen Sachschaden von 4503 Euro zu verantworten.
Angeklagt wurde der mit vier Vorstrafen belastete 22-Jährige wegen der Begehung von Straftaten im Zustand der vollen Berauschung. Für den Fall eines Schuldspruchs beträgt die mögliche Höchststrafe drei Jahre Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft beantragt zusätzlich zu einer Bestrafung die Einweisung in eine Anstalt für entwöhnungsbedürftige Rechtsbrecher.

Richter Christoph Stadler sprach am Donnerstag am Landesgericht Feldkirch noch kein Urteil. Er vertagte die Verhandlung zur Einholung eines Gutachtens. Dieses soll die Frage klären, ob der Angeklagte derart von Alkohol abhängig ist, dass eine stationäre Therapie notwendig ist. Der Angeklagte bekannte sich größtenteils schuldig, sagte aber, er habe kein Alkoholproblem. Er betrinke sich nur an Wochenenden.

Auch bei den Straftaten, die zu seinen Vorstrafen führten, sei der Angeklagte überwiegend alkoholisiert gewesen, merkte der Strafrichter an. 2018 sei er schon einmal wegen einer Rauschtat verurteilt worden. Damals sei er zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt worden. Daraus seien nach der vorzeitigen Haftentlassung noch zwei Monate und elf Tage offen.

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