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Projekt soll Zusammenarbeit im Tal stärken

14.07.2022 • 16:43 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Zahlreiche Institutionen ziehen bei dem Projekt an einem Strang. <span class="copyright">Caritas Vorarlberg</span>
Zahlreiche Institutionen ziehen bei dem Projekt an einem Strang. Caritas Vorarlberg

Die Initiative „herz.com“ wurde im Kleinwalsertal vorgestellt. Verschiedene Player aus dem sozialen Bereich wollen sich dabei vernetzen und sichtbarer werden.

Das soziale Netzwerk im Kleinwalsertal wollen die Verantwortlichen von Caritas Vorarlberg, des Pfarrverbands Kleinwalsertal, der Gemeinde Mittelberg und der sozialen Institutionen und Vereine stärken. Zu diesem Zweck ist das Projekt „herz.com“ ins Leben gerufen worden. Ziel ist es, die bestehenden sozialen Angebote sichtbar zu machen und miteinander zu vernetzen. Auf diese Weise sollen die Menschen in der Region gestärkt und neue Aktivitäten angeregt werden. Das Projekt wird durch den Fonds „Gesundes Österreich“ gefördert.

„Caring Community“

Anfang Juli ging im Sitzungssaal der Gemeinde Mittelberg die Auftaktveranstaltung über die Bühne. Moderator Martin Büchele konnte dabei neben Ingrid Böhler, Fachbereichsleiterin der PfarrCaritas, Projektkoordinatorin Christel von Bank-Riezler und Stellenleiterin Christine Vonblon zahlreiche Verantwortliche von Sozialinstitutionen begrüßen. Es gehe darum, eine „Caring Community“ zu schaffen und Menschen zusammenzubringen, welche sonst nicht zusammenfinden würden, erläuterte Ingrid Böhler. Zudem soll das Projekt der gesamten Bevölkerung des Tals zugute kommen, ergänzte Christel von Bank-Riezler.

Zu diesem Zweck müsse nichts neu erfunden werden. Viel mehr soll auf das bestehende und gut funktionierende soziale Netz im Kleinwalsertal zurückgegriffen werden. „Wir möchten die Angebote sichtbarer machen und vernetzen und so nachhaltig stärken sowie neue bedarfsgerechte Initiativen entwickeln und Orte für Begegnungen schaffen“, brachte es die Projektkoordinatorin auf den Punkt.

“Wir möchten die Angebote sichtbarer machen und vernetzen.”

Christel von Bank-Riezler, Projektkoordination von “herz.com”

In einem ersten Schritt soll nun die Ist-Situation der Kleinwalsertaler erhoben werden. Dazu wurde ein Fragebogen ausgearbeitet. In diesem werden laut Christel von Bank-Riezler die Sorgen und Nöte der Bewohnerinnen und Bewohner der Talschaft abgefragt. Ebenso werden sie um Auskunft über ihre Lebenssituation gebeten. Die gesamte Bevölkerung des Kleinwalsertals habe die Möglichkeit, sich an der Umfrage zu beteiligen. Auf Grundlage der Ergebnisse sollen dann zielgerichtete Angebote geschaffen werden, welche dann auch zeitnah umgesetzt werden sollen.

Aus Sicht des Kleinwalsertaler Bürgermeisters Andi Haid kommt die Initiative zum passenden Zeitpunkt: „Gerade in dieser Zeit wirft „herz.com“ den richtigen Blick auf die anstehenden Veränderungen.“ Er zeigte sich zudem erfreut, dass das Kleinwalsertal als Projektregion ausgewählt worden ist. Volle Unterstützung für das Vorhaben gibt es auch vom katholischen Pfarrer Edwin Matt, einem der maßgeblichen Mitinitiatoren. Für ihn ist „das Wissen voneinander eine wichtige Basis für die Sorge füreinander“. Ulrike Müller, eine weitere Mitgründerin der Initiative und Sozialarbeiterin des Instituts für Sozialdienste im Tal, hob vor allem die Vernetzung der verschiedenen Institutionen als wichtiges Ziel hervor. Diesbezüglich dürfte der Auftakt von „herz.com“ gelungen sein.

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